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Kellersanierung

Betriebe für Kellersanierung und Trockenlegung beseitigen Feuchteschäden in Kellern und Untergeschossen — von eindringendem Grundwasser bis zu aufsteigender Mauerfeuchtigkeit. Sie werden beauftragt, wenn Keller nass sind, Schimmel auftritt oder eine Nutzung als Wohn- oder Lagerraum geplant ist.

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Was gehört zur Kellersanierung?

Betriebe für Kellersanierung und Trockenlegung analysieren zunächst die Ursache der Feuchtigkeit, denn die Wahl der richtigen Maßnahme hängt direkt davon ab, ob Wasser von außen eindringt, seitlich durch die Wand drückt oder aus dem Boden aufsteigt. Auf Basis einer Feuchtigkeitsmessung und einer Bestandsaufnahme der Wandkonstruktion legen sie fest, ob eine Abdichtung von außen, eine Innenwandabdichtung, eine Horizontalsperre oder eine Kombination mehrerer Verfahren notwendig ist.

Zum typischen Auftragsbestand gehören die Abdichtung von Kellerwänden und -böden in Bestandsgebäuden, die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden nach Überschwemmungen sowie die Drainageplanung und -ausführung rund um das Gebäude. Viele Aufträge betreffen Altbauten, deren ursprüngliche Abdichtung fehlt oder nicht mehr funktionsfähig ist.

Von Maurern und Rohbauunternehmen unterscheiden sich spezialisierte Kellersanierungsbetriebe durch ihre Kenntnisse in der Abdichtungstechnik und den Einsatz bauchemischer Systeme wie Dichtschlämmen, Injektionsharze oder Bitumenbahnen. Drainagearbeiten rund um das Gebäude werden zwar häufig von Tiefbauunternehmen ausgeführt, aber erfahrene Kellersanierer übernehmen oft beides aus einer Hand. Schimmelbeseitigung und Instandsetzung von Putz nach der Abdichtung gehören ebenfalls zum Leistungsumfang vieler Betriebe, grenzen sich aber vom spezialisierten Schimmelsanierer ab, der bei starkem Befall hinzugezogen werden sollte.

Leistungen im Überblick

Kellersanierungsbetriebe decken die gesamte Bandbreite der Feuchtigkeitsabdichtung im Bestand ab — von der Diagnose bis zur abschließenden Beschichtung.

  • Kellerabdichtung von außenDie Außenwand wird freigelegt, gereinigt und mit Bitumendickbeschichtung oder Abdichtungsbahnen dauerhaft gegen drückendes Wasser gesichert. Dieses Verfahren gilt als technisch hochwertiger als die Innenabdichtung, erfordert aber Erdarbeiten und mehr Platzbedarf.
  • Kellerabdichtung von innenMineralische Dichtschlämmen oder flexible Abdichtungssysteme werden auf die Innenwandfläche aufgetragen, wenn eine Außenabdichtung nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Sie halten drückendes Wasser von innen zurück, beheben aber nicht die Ursache des Wassereintrags.
  • Horizontalsperre gegen aufsteigende FeuchteBei kapillar aufsteigender Mauerfeuchtigkeit wird eine Sperrschicht in die Wand eingebracht, entweder durch Injektion von Spezialmitteln in Bohrlöcher oder mechanisch durch Einschneiden und Einlegen von Sperrfolien. Dieses Verfahren ist besonders häufig bei Altbauten ohne ursprüngliche Abdichtung erforderlich.
  • Drainage und WasserableitungDrainagerohre rund um das Gebäude leiten anstehendes Sicker- und Schichtwasser gezielt ab und entlasten die Abdichtung dauerhaft. Die Maßnahme wird häufig mit einer Außenabdichtung kombiniert und erfordert Tiefbauarbeiten.
  • Wandsanierung und SanierputzNach erfolgter Abdichtung werden salzbelastete oder beschädigte Putzschichten abgetragen und durch dampfdiffusionsoffene Sanierputze ersetzt, die Salze und Restfeuchte aufnehmen können. Dieser Schritt ist für eine langfristig nutzbare Oberfläche notwendig.
  • Schimmelbeseitigung und BauteiltrocknungBefallene Materialien werden entfernt, befallene Flächen biozid behandelt und der Bauteilkern durch technische Trocknung auf ein unbedenkliches Feuchteniveau gebracht. Schwere Fälle erfordern die Hinzuziehung eines auf Schimmelpilzsanierung spezialisierten Fachbetriebs.

Was kostet eine Kellersanierung?

Kellerabdichtung wird überwiegend nach Einheitspreisen pro Quadratmeter oder laufenden Meter abgerechnet, da Menge und Fläche die wichtigsten Kostentreiber sind. Daneben beeinflussen Zugänglichkeit, Wandaufbau, Wasserdrucksituation und der gewählte Abdichtungstyp den Endpreis erheblich.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Kellerabdichtung außen (inkl. Beschichtung) 120-250 EUR/m2 Abhängig von Wandtiefe, Erdbewegungsaufwand und Abdichtungssystem
Kellerabdichtung innen (Dichtschlämme) 50-120 EUR/m2 Günstigere Variante; Preis steigt bei mehrlagigen oder flexiblen Systemen
Horizontalsperre durch Injektion 100-200 EUR/lfd. m Je nach Wandstärke, Mauerwerk und gewähltem Injektionsmittel
Drainage rund ums Gebäude 80-180 EUR/lfd. m Stark abhängig von Bodenverhältnissen und Tiefe des Aushubs
Sanierputz (Materialien und Auftrag) 40-90 EUR/m2 Mehrstufige Systeme teurer; Altputzabtrag wird separat berechnet

Die genannten Spannen sind Orientierungswerte für Deutschland im Jahr 2026 und können regional, je nach Betrieb und Baustellensituation, nach oben oder unten abweichen. Für konkrete Kostensicherheit sollten mindestens drei Angebote auf Basis einer gemeinsamen Begehung eingeholt werden.

Woran Sie eine gute Kellersanierung erkennen

Seriosität und Fachkompetenz zeigen sich bereits vor Auftragserteilung an konkreten Merkmalen — nicht erst nach Abschluss der Arbeiten.

  1. Begehung vor dem AngebotEin seriöser Betrieb besichtigt die Baustelle, misst die Feuchte und fragt nach der Nutzungsgeschichte des Kellers, bevor ein Angebot erstellt wird. Angebote ohne Begehung oder nur auf Basis von Fotos sind ein Warnsignal.
  2. Schriftliche UrsachendiagnoseDas Angebot sollte die festgestellte Schadensursache benennen und erklären, warum die vorgeschlagene Maßnahme zu dieser Ursache passt. Fehlt diese Begründung, besteht das Risiko, dass die falsche Methode angewendet wird.
  3. Nachweis von Erfahrung und ReferenzenFragen Sie nach abgeschlossenen Projekten vergleichbarer Art und ob der Betrieb Referenzen benennen oder Fotos abgeschlossener Baustellen vorlegen kann. Zertifizierungen durch Systemanbieter wie WTA-Fachbetrieb oder systemspezifische Schulungsnachweise sind ein weiteres Qualitätsmerkmal.
  4. Klare GewährleistungszusagePrüfen Sie, welche Gewährleistung auf die ausgeführte Abdichtung gegeben wird und ob diese im Vertrag schriftlich festgehalten ist. Branchenüblich sind fünf Jahre, manche Systemanbieter ermöglichen längere Garantiezeiträume bei zugelassenen Verarbeiterbetrieben.
  5. Transparente LeistungsbeschreibungEin gutes Angebot listet Leistungen einzeln mit Mengenangaben auf, anstatt Pauschalbeträge ohne Aufschlüsselung zu nennen. Nur so können Sie Angebote verschiedener Betriebe sachlich miteinander vergleichen.
  6. Keine Vorauszahlung in voller HöheSeriöse Betriebe verlangen in der Regel eine Anzahlung von maximal 30 bis 40 Prozent zu Beginn, den Rest nach Abnahme. Wer den Gesamtbetrag vorab fordert, sollte kritisch hinterfragt werden.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot für Kellerabdichtung muss die Schadensursache beschreiben, das gewählte Abdichtungsverfahren begründen und alle Leistungen einzeln mit Mengenangaben und Einheitspreisen ausweisen. Dazu gehören Vor- und Nacharbeiten wie Putzabtrag, Untergrundvorbereitung, Entsorgung und eventuelle Erdarbeiten — Positionen, die in günstigen Erstangeboten häufig fehlen und später als Nachträge in Rechnung gestellt werden. Achten Sie darauf, ob Materialkosten, Entsorgungsgebühren und Stundensätze für eventuelle Mehrarbeit klar benannt sind.

Sinnvoll ist es, mindestens drei Angebote einzuholen und dabei sicherzustellen, dass alle Betriebe dieselbe Leistungsgrundlage auf Basis einer gemeinsamen Begehung angeboten haben. Erhebliche Preisunterschiede weisen oft auf unterschiedliche Leistungsumfänge hin, nicht nur auf Preisdifferenzen zwischen Betrieben. Lassen Sie sich unklare Positionen schriftlich erläutern, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Häufige Fragen

Was kostet eine professionelle Kellerabdichtung?

Die Kosten hängen stark vom gewählten Verfahren und der Kellerfläche ab. Eine Innenabdichtung mit Dichtschlämme kostet typischerweise 50 bis 120 EUR pro m2, eine Außenabdichtung inklusive Erdarbeiten 120 bis 250 EUR pro m2. Für einen durchschnittlichen Einfamilienhauseller mit rund 60 bis 80 m2 Wandfläche sind je nach Methode Gesamtkosten zwischen 5.000 und 20.000 EUR realistisch. Hinzu kommen Kosten für Putzarbeiten, Drainage oder Zusatzmaßnahmen, die im Angebot separat ausgewiesen werden sollten.

Welche Kellerabdichtung ist die beste für den Altbau?

Im Altbau ohne vorhandene Abdichtung ist die Außenabdichtung in Kombination mit einer Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte technisch die dauerhafteste Lösung. Ist eine Freilegung der Außenwände nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar, bieten Innenwandabdichtungen mit mineralischen oder flexiblen Dichtschlämmen eine praxisübliche Alternative. Die richtige Wahl hängt immer von der Ursache der Feuchtebelastung ab, die vor der Maßnahme durch eine Fachkraftbegehung und Feuchtemessung ermittelt werden muss.

Was kostet eine Kellerabdichtung von außen pro m2?

Für die Kellerabdichtung von außen sind in Deutschland Kosten von 120 bis 250 EUR pro m2 üblich, wobei dieser Preis die Beschichtung oder Bahnenabdichtung, aber meist nicht die Erdarbeiten enthält. Erdbewegung und Verfüllung kosten je nach Tiefe und Bodenverhältnissen zusätzlich 50 bis 120 EUR pro m2 Wandfläche. Der Gesamtaufwand für ein freistehendes Einfamilienhaus kann dadurch 15.000 bis 35.000 EUR erreichen.

Was kostet eine Mauertrockenlegung pro laufenden Meter?

Die Mauertrockenlegung durch Injektion, also das Einbringen einer chemischen Horizontalsperre in das Mauerwerk, kostet in Deutschland 100 bis 200 EUR pro laufenden Meter. Der Preis steigt mit zunehmender Wandstärke, da mehr Bohrlöcher und mehr Injektionsmaterial benötigt werden. Bei Natursteinmauerwerk oder zweischaligem Aufbau kann der Aufwand deutlich höher ausfallen.

Wer führt Kellerabdichtungen durch?

Kellerabdichtungen werden von spezialisierten Kellersanierungs- und Trockenlegungsbetrieben ausgeführt, die häufig auch als Abdichtungsunternehmen oder Bauwerksabdichter auftreten. Manche Maurermeisterbetriebe bieten einfache Abdichtungsarbeiten an, während für komplexere Schäden oder systemgebundene Verfahren spezialisierte Fachbetriebe mit entsprechenden Schulungsnachweisen empfohlen werden. Im Firmenverzeichnis hoch-und-tiefbau.de finden Sie Betriebe für dieses Gewerk nach Standort geordnet.

Wie funktioniert die Kellerabdichtung durch Injektion?

Bei der Injektionsmethode werden in regelmäßigen Abständen Bohrlöcher horizontal in die Wand gebohrt und durch diese ein Spezialstoff eingepresst, der die Kapillaren im Mauerwerk verschließt und eine wasserabweisende Sperrschicht bildet. Das Verfahren wird eingesetzt, um aufsteigende Feuchte zu stoppen, ohne die Wandkonstruktion großflächig zu öffnen. Es eignet sich besonders für Altbauten, in denen mechanische Verfahren wie das Einsetzen einer Sperrfolie baulich nicht möglich sind.

Wer führt Kellerabdichtungen in meiner Nähe durch?

Spezialisierte Betriebe für Kellersanierung und Trockenlegung sind regional unterschiedlich stark vertreten; in Ballungsräumen gibt es in der Regel mehrere Anbieter, in ländlichen Gebieten mitunter nur wenige. Über das Firmenverzeichnis hoch-und-tiefbau.de können Sie Betriebe nach Ihrer Region filtern und direkt Kontakt für eine Begehung aufnehmen. Holen Sie grundsätzlich mehrere Angebote ein, da Preise und Leistungsumfänge zwischen den Betrieben teils erheblich abweichen.