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Fliesenleger

Fliesenleger verlegen Keramik-, Natur- und Feinsteinzeugfliesen auf Böden, Wänden und Decken in Innen- und Außenbereichen. Sie werden beauftragt, wenn bei Neu- oder Umbauten Räume wie Bäder, Küchen, Terrassen oder Eingangsbereiche dauerhaft und wassergeschützt gestaltet werden sollen.

3 Betriebe in 10 Orten eingetragen

Eingetragene Betriebe

VIP- und Pro-Einträge stehen oben. Alle Angaben stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Registern.

Fliesenfachbetrieb Theis GmbH

Aarstraße 220, 65232 Taunusstein

VIP

5,0 (7)

Fliesenlegermeisterbetrieb aus Taunusstein — Badsanierung, Großformatfliesen, Naturstein, Treppen und Terrassen. Zwei eigene Ausstellungen.

  • Badsanierung
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikverlegung
  • Großformatfliesen bis 120 × 120 cm
  • Naturstein

Alle Orte mit Fliesenleger

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Was macht ein Fliesenleger?

Fliesenleger bereiten Untergründe vor, verlegen Fliesen und Platten aller Art und verfugen die fertigen Flächen. Zur Vorbereitung gehört das Egalisieren und Grundieren von Böden und Wänden, das Aufbringen von Verbundabdichtungen in Nassräumen sowie das Einbetten von Heizschlangen bei beheizten Böden. Der eigentliche Verlegevorgang umfasst das Anzeichnen der Achsen, das Anmischen und Auftragen des Klebemörtels, das Einmessen und Ausrichten der einzelnen Fliesen sowie das spätere Verfugen.

Typische Aufträge im privaten Bereich sind Badsanierungen, Küchenspiegel, Terrassenbeläge und Bodenbeläge im Eingangsbereich oder Wohnzimmer. Im gewerblichen und öffentlichen Bau kommen großflächige Hallenbodenbeschichtungen, Fassadenverkleidungen aus keramischen Platten, Schwimmbadbecken und Nassräume in Hotels oder Krankenhäusern hinzu. Die Auftragsgrößen reichen von wenigen Quadratmetern bis zu mehreren Tausend Quadratmetern bei Großprojekten.

Von benachbarten Gewerken grenzt sich der Fliesenleger wie folgt ab: Der Estrichleger schafft den tragfähigen Untergrund, auf dem der Fliesenleger dann aufbaut — beide Gewerke arbeiten nacheinander, nicht gleichzeitig. Abdichtungsarbeiten unterhalb der Fliesenschicht werden teils vom Fliesenleger selbst, teils vom Abdichter übernommen; hier sollte im Angebot klar stehen, wer welche Leistung erbringt. Natursteinarbeiten an Fassaden oder aufwändige Versetzarbeiten aus Werkstein sind eher dem Steinmetz zuzuordnen, auch wenn viele Fliesenlegerbetriebe einfache Natursteinbeläge verlegen.

Leistungen im Überblick

Fliesenlegerbetriebe übernehmen in der Regel alle Arbeiten von der Untergrundvorbereitung bis zur fertig verfugten Fläche.

  • UntergrundvorbereitungUnebenheiten werden ausgeglichen, Risse gesperrt und saugende Untergründe grundiert. Nur ein planebener, tragfähiger Untergrund garantiert, dass Fliesen dauerhaft halten und nicht hohlliegen.
  • Verbundabdichtung in NassräumenVor dem Verlegen in Bädern, Duschen und Küchen wird eine Flüssigfolie oder ein Dichtband-System aufgebracht, das Wasser dauerhaft vom Untergrund fernhält. Diese Abdichtung ist nach DIN 18534 vorgeschrieben und Voraussetzung für die Gewährleistung des Fliesenlegers.
  • Verlegen von Keramik- und FeinsteinzeugfliesenIm Dünnbett- oder Mittelbettverfahren werden Fliesen in verschiedenen Formaten, Fugenbreiten und Verlegemustern auf Boden und Wand aufgeklebt. Großformatige Fliesen ab 60 x 60 cm erfordern besondere Klebstoffe und Werkzeuge sowie mehr Zeitaufwand beim Ausrichten.
  • Naturstein- und Feinsteinzeugbeläge außenTerrassenplatten werden im Mörtelbett oder auf Stelzlagern verlegt und müssen ein gefälliges Entwässerungsgefälle von mindestens 1,5 Prozent erhalten. Frostsichere Materialen und Fugen sind außen Pflicht, da gefrierendes Wasser Platten sprengen kann.
  • Fliesenheizung und SystembödenBei Fußbodenheizungen verlegt der Fliesenleger die Fliesen auf einem entkoppelnden Schnittstellensystem, das Dehnungsbewegungen des Estrichs ausgleicht und Risse in der Fläche verhindert. Dehnungsfugen werden nach Herstellervorgabe angeordnet und mit elastischem Material verfüllt.
  • Verfugen und SilikonfugenNach dem Abbinden des Klebers werden Fugen mit Zement- oder Epoxidharzfugenmörtel geschlossen. Anschlussfugen an Wänden, Ecken und Einbauten werden mit elastischem Silikon ausgeführt, das Bewegungen aufnimmt und Schimmelbildung durch Formstabilität reduziert.
  • Reparatur und TeilsanierungEinzelne gebrochene oder hohlliegende Fliesen können ausgetauscht werden, sofern ausreichend Restfliesen vorhanden oder passende Ersatzmaterialien beschaffbar sind. Der Zeitaufwand für Reparaturen ist pro m2 höher als bei Neuverlegung, da der Bestand geschützt werden muss.

Was kostet ein Fliesenleger?

Fliesenleger rechnen je nach Betrieb entweder nach Stundenlohn oder als Einheitspreis pro m2 ab; bei klar definierten Flächen ist der Einheitspreis üblicher und für den Auftraggeber besser kalkulierbar. Den Preis treiben vor allem das Fliesenformat und -material, das Verlegemuster, der Zustand des Untergrunds sowie der Anteil an Schnittarbeiten durch Aussparungen, Schrägen oder viele Ecken.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Stundenlohn Fliesenleger 50-75 EUR/Stunde Nettolohn ohne Material; Großstädte und Süddeutschland am oberen Rand
Bodenfliesen verlegen (Standardformat bis 60x60 cm) 30-55 EUR/m2 Arbeitsleistung ohne Material; einfacher Untergrund und gerades Raster
Wandfliesen verlegen (Bad, Küche) 35-60 EUR/m2 Höherer Anteil Schnitte und Schablonierungen erhöht den Preis
Großformat-Fliesen ab 90x90 cm 55-90 EUR/m2 Mehr Aufwand für Untergrundvorbereitung, Ausrichten und Materialeinsatz
Verbundabdichtung (Nassraum) 15-30 EUR/m2 Preis abhängig von System (Flüssigfolie, Dichtbänder) und Wandhöhe
Terrassenplatten im Mörtelbett 45-75 EUR/m2 Gefällearbeiten, Randabschlüsse und Entwässerungsrinnen erhöhen den Aufwand

Alle Angaben sind Richtwerte ohne Materialkosten und gelten als Nettopreise für Privatkunden zuzüglich Mehrwertsteuer. Regional können die Preise deutlich abweichen: In Ballungszentren wie München, Frankfurt oder Hamburg liegen die Sätze erfahrungsgemäß 15 bis 25 Prozent über dem bundesweiten Mittel.

Woran Sie einen guten Fliesenleger erkennen

Neben handwerklicher Qualität zählen vor allem Verlässlichkeit beim Termin und Transparenz beim Angebot.

  1. Eintrag in der HandwerksrolleDas Fliesenlegerhandwerk ist zulassungspflichtig; der Betrieb muss in die Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Den Eintrag können Sie direkt über die Handwerkskammer Ihrer Region prüfen.
  2. Detailliertes schriftliches AngebotEin seriöser Betrieb listet Leistungspositionen einzeln auf: Untergrundvorbereitung, Abdichtung, Verlegearbeiten, Verfugung und Entsorgung getrennt. Pauschalpositionen ohne Aufschlüsselung erschweren den Vergleich und bergen Nachtragsrisiken.
  3. Besichtigung vor AngebotsabgabeEin Fliesenleger, der das Angebot allein auf Basis von Fotos oder Quadratmeterangaben erstellt, kann den Untergrundaufwand nicht einschätzen. Bestehen Sie auf einem Aufmaß vor Ort, damit spätere Nachträge für Untergrundprobleme nicht überraschen.
  4. Referenzen und Fotos vergleichbarer ProjekteFragen Sie nach Objektfotos von Arbeiten ähnlicher Art und Größe — also Badsanierung, Terrassenbelag oder Großformat-Verlegung, je nach Ihrem Vorhaben. Seriöse Betriebe zeigen solche Unterlagen ohne Zögern.
  5. Klare Aussage zur GewährleistungAuf Werkleistungen gilt gesetzlich eine Gewährleistungsfrist von fünf Jahren; der Betrieb sollte dies bestätigen und keine Einschränkungen für Nassräume oder Außenflächen machen, sofern er die Abdichtung selbst ausgeführt hat.
  6. Realistische TerminaussageFliesenlegerbetriebe sind oft Wochen im Voraus ausgebucht; eine sofortige Verfügbarkeit kann auf fehlende Auslastung hindeuten. Ein konkreter, schriftlich festgehaltener Ausführungstermin ist wichtiger als ein früher Wunschtermin ohne Verbindlichkeit.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot für Fliesenarbeiten enthält mindestens folgende Positionen: Untergrundvorbereitung (Art und Umfang), Abdichtungsarbeiten mit Angabe des Systems und der abgedichteten Fläche, Kleberqualität (Klasse C2 für Nassräume und Großformat), Verlegearbeiten mit m2-Angabe und Fugenbreite, Verfugung, Silikonfugen an Anschlüssen sowie Entsorgung des Ausbruchmaterials und der Verpackungen. Fehlen einzelne dieser Positionen, tauchen sie später als Nachtrag auf — häufig zu deutlich höheren Einheitspreisen als die Hauptposition.

Holen Sie mindestens drei Angebote von Betrieben ein, die das Objekt besichtigt haben. Vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis, sondern die Einheitspreise je Position, denn ein günstiges Gesamtangebot kann auf einem niedrigen Grundpreis und hohen Einheitspreisen für Nachtragsleistungen beruhen. Achten Sie darauf, dass Materialkosten und Arbeitsleistung getrennt ausgewiesen sind, damit Sie erkennen, ob der Betrieb seine eigenen Einkaufskonditionen weitergibt oder die Marge auf das Material einkalkuliert.

Häufige Fragen

Was kostet ein Fliesenleger pro Stunde?

Der Stundenlohn eines Fliesenlegers liegt in Deutschland aktuell zwischen 50 und 75 EUR netto, zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Spanne ergibt sich aus der regionalen Lohnlage, der Betriebsgröße und dem Schwierigkeitsgrad der Arbeit. In Großstädten und Süddeutschland sind Stundensätze am oberen Ende üblich, in ländlichen Regionen Ostdeutschlands eher am unteren Rand.

Was kostet ein Fliesenleger pro m2?

Für die reine Verlegearbeit ohne Material rechnen Sie mit 30 bis 55 EUR pro m2 bei Standardformaten auf dem Boden und 35 bis 60 EUR pro m2 an der Wand. Großformatige Fliesen ab 90 x 90 cm, aufwändige Muster oder schwierige Schnittbereiche können den Preis auf 90 EUR pro m2 treiben. Hinzu kommen Kosten für Untergrundvorbereitung, Abdichtung und Entsorgung, die im Gesamtangebot separat ausgewiesen sein sollten.

Was kostet ein Fliesenleger pro Quadratmeter im Bad?

Eine Badsanierung kostet inklusive Abdichtung, Wand- und Bodenbelag sowie Verfugung im Durchschnitt 60 bis 100 EUR pro m2 Arbeitsleistung. Bäder sind teurer als einfache Bodenbeläge, weil der hohe Anteil an Wandfliesen, Aussparungen für Armaturen und die vorgeschriebene Verbundabdichtung viel Schnitt- und Sorgfaltsarbeit erfordern. Kleine Bäder unter zehn Quadratmetern sind überproportional teuer, weil der Rüst- und Vorbereitungsaufwand unabhängig von der Fläche anfällt.

Wie lange braucht ein Fliesenleger für 1 m2?

Als grobe Orientierung plant ein geübter Fliesenleger je nach Format und Untergrund zwischen 0,5 und 1,5 Stunden pro m2 reine Verlegezeit. Einfache Bodenfliesen im Standardformat auf gutem Untergrund liegen am unteren Ende, kleinformatige Mosaike, Diagonalverlegung oder viele Ausschnitte für Rohre und Steckdosen am oberen. Hinzu kommt die Zeit für Untergrundvorbereitung, Trocknungspausen und Verfugung, die in der Flächenleistung nicht enthalten ist.

Was kostet ein Fliesenleger für eine Terrasse?

Die Verlegearbeit für Terrassenplatten im Mörtelbett kostet in der Regel 45 bis 75 EUR pro m2 netto. Der Preis liegt über dem für Innenböden, weil ein Gefälle eingebaut, Randeinfassungen gesetzt und frostsichere Materialien und Fugen verwendet werden müssen. Bei Stelzlagerung statt Mörtelbett entfällt der Estrichaufwand, dafür ist das Ausnivellieren zeitintensiver.

Wann lohnt sich ein Einheitspreis pro m2 statt Stundenlohn beim Fliesenleger?

Ein Einheitspreis pro m2 ist für Sie als Auftraggeber in der Regel vorteilhafter, weil das Kostenrisiko bei langsamerer Ausführung beim Betrieb liegt. Er eignet sich für klar abgegrenzte, gut messbare Flächen wie Böden und Wandflächen mit wenig Versätzen. Bei Reparaturen, kleinen Flickarbeiten oder unklarem Untergrundaufwand ist die Abrechnung nach Stundenlohn fairer, weil der Betrieb sonst einen hohen Risikozuschlag einkalkulieren muss.

Wie viele Angebote sollte man für Fliesenarbeiten einholen?

Drei Angebote von verschiedenen Betrieben gelten als sinnvolle Untergrenze, um Preis und Leistungsumfang vergleichen zu können. Alle Anbieter sollten das Objekt besichtigt haben, damit die Angebote auf derselben Grundlage basieren. Bei sehr kleinen Aufträgen unter zwei Quadratmetern oder dringenden Reparaturen sind Betriebe manchmal nicht bereit, für ein Angebot anzufahren — hier können Stundensatzangebote telefonisch eingeholt werden.