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3546 Betriebe für Erdarbeiten Grundstück in Deutschland

Erdarbeiten umfassen alle Arbeiten am Boden eines Grundstücks, die vor dem eigentlichen Bauen notwendig sind: Abtragen, Verschieben und Einbauen von Erdmassen sowie die Formgebung des Geländes. Beauftragt wird dieses Gewerk, wenn ein Bauvorhaben vorbereitet, ein Grundstück neu gestaltet oder ein Gelände dauerhaft modelliert werden soll.

Auf hoch-und-tiefbau.de sind 3.546 Betriebe für Erdarbeiten Grundstück / Geländemodellierung in 687 Orten in Deutschland eingetragen. Stand: Oktober 2026.

3.546 Betriebe in 687 Orten eingetragen

Eingetragene Betriebe

VIP- und Pro-Einträge stehen oben. Alle Angaben stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Registern.

Alle Orte mit Erdarbeiten Grundstück

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Baden-Württemberg 143 Orte
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Nordrhein-Westfalen 128 Orte
Bayern 100 Orte
Niedersachsen 58 Orte
Hessen 77 Orte
Sachsen 29 Orte
Brandenburg 31 Orte
Sachsen-Anhalt 33 Orte
Rheinland-Pfalz 19 Orte
Mecklenburg-Vorpommern 15 Orte
Schleswig-Holstein 25 Orte
Thüringen 20 Orte
Saarland 8 Orte
Hamburg 1 Ort

Was gehört zur Geländemodellierung?

Fachbetriebe für Erdarbeiten und Geländemodellierung führen alle bodenbewegenden Arbeiten aus, die ein Bauvorhaben oder eine Grundstücksgestaltung erfordert. Dazu gehören das maschinelle Abtragen des Mutterbodens, das Ausheben von Baugruben und Leitungsgräben, das Planieren von Flächen sowie das gezielte Aufschütten und Verdichten von Erdmassen, um ein gewünschtes Geländeprofil herzustellen. Grundlage ist stets eine bodenmechanische Einschätzung, da Bodenklasse und Tragfähigkeit bestimmen, welche Maschinen eingesetzt werden und wie aufwendig die Arbeit ist.

Typische Aufträge kommen von privaten Bauherren, die ein Einfamilienhaus errichten wollen, von Tiefbauunternehmen, die Erschließungsarbeiten vorbereiten, sowie von Landschaftsplanern, die Außenanlagen, Böschungen oder Geländeterrassen anlegen lassen. Im Neubau sind Erdarbeiten in aller Regel der erste Gewerk-Einsatz auf der Baustelle, noch vor Fundament oder Bodenplatte. Bei Bestandsgrundstücken werden Erdarbeiter auch für nachträgliche Geländekorrekturen, die Beseitigung von Altlasten oder die Vorbereitung von Drainagesystemen beauftragt.

Von benachbarten Gewerken grenzt sich das Erdarbeiten-Gewerk folgendermaßen ab: Der Garten- und Landschaftsbau übernimmt nach Abschluss der groben Erdarbeiten die feinere Außengestaltung mit Pflanzungen und Wegebau. Spezialtiefbau-Unternehmen sind zuständig, wenn Verbaumaßnahmen, Pfahlgründungen oder Brunnenbohrungen nötig werden. Leitungsbau-Betriebe übernehmen das Verlegen von Kanalrohren und Versorgungsleitungen in den ausgehobenen Gräben, auch wenn das Ausheben selbst oft durch den Erdbauer erfolgt.

Leistungen im Überblick

Erdbau-Betriebe decken je nach Auftragsgröße und Maschineneinsatz ein breites Spektrum bodenbewegender Tätigkeiten ab.

  • BaugrubenausHubFür Keller, Bodenplatten und Fundamente wird der Boden bis zur erforderlichen Tiefe maschinell ausgehoben. Dabei wird zwischen geböschter und verbauer Baugrube unterschieden, abhängig vom vorhandenen Platz und der Bodenstabilität.
  • Mutterbodenabschub und -zwischenlagerungVor Beginn der eigentlichen Erdarbeiten wird die fruchtbare Oberbodenschicht abgetragen und separat gelagert oder abgefahren. Diese Schicht darf nicht mit dem Untergrund vermischt werden, da sie sonst als Füllmaterial unbrauchbar wird.
  • Geländemodellierung und PlanierarbeitenBöschungen, Terrassen, Abfangwände aus Erdmassen oder eine gleichmäßige Geländeneigung werden durch gezieltes Abtragen und Aufschütten hergestellt. Verdichtet wird lagenweise, um Setzungen im Nachhinein zu vermeiden.
  • Leitungs- und KabelgrabenarbeitenFür Abwasserkanäle, Wasserleitungen, Strom- und Datenkabel werden Gräben in definierten Breiten und Tiefen ausgehoben, nach dem Einbau der Leitungen wieder verfüllt und verdichtet. Die korrekte Verdichtung des Grabenverfüllmaterials ist entscheidend, um Absackungen auf Wegen und Einfahrten zu verhindern.
  • Bodenaustausch und VerbesserungTragen der anstehende Boden nicht ausreichend oder enthält er organische Bestandteile, wird tragfähiges Kies- oder Schotter-Material eingebaut. Dieser Bodenaustausch ist häufig Voraussetzung für die Zulassung einer Bodenplatte ohne Pfahlgründung.
  • Abtransport und Entsorgung von ErdmassenÜberschüssiges Aushubmaterial wird auf Deponien oder Zwischenlager abtransportiert, wobei die Bodenklasse und ein möglicher Schadstoffgehalt die Entsorgungskosten bestimmen. Belasteter Boden muss gesondert analysiert und auf zugelassenen Deponien entsorgt werden.
  • Feinplanierung und Herstellung des PlanumsfVor dem Einbau der Bodenplatte oder einer Pflasterfläche wird das Planum maschinell auf das Sollniveau gebracht und verdichtet. Anschließend erfolgt häufig eine Kontrollmessung durch das Bauunternehmen oder den Statiker.

Was kostet eine Geländemodellierung?

Erdbau-Leistungen werden je nach Betrieb entweder als Einheitspreis pro Kubikmeter gelösten und abgefahrenen Boden oder pro Quadratmeter Fläche abgerechnet; kleinteilige Arbeiten laufen oft über Stundenlohn. Preis­treiber sind vor allem die Bodenklasse (Fels kostet ein Vielfaches von lockerem Sand), die Tiefe des Aushubs, die Distanz zur Deponie und die aktuelle Auslastung des regionalen Maschinenmarkts.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Maschinenstundensatz Bagger (inkl. Fahrer) 90-150 EUR/Stunde Größe der Maschine, Region und Auslastung bestimmen die Spanne
Bodenaushub lösen und laden (Bodenklassen 3-4) 8-18 EUR/m3 Steigt stark bei Bodenklasse 5 (bindiger Boden) oder Fels
Abtransport und Deponiegebühr (unkontaminiert) 15-35 EUR/m3 Entfernung zur Deponie und regionale Deponiepreise variieren erheblich
BaugrubenausHub Einfamilienhaus (gesamt) 3.000-12.000 EUR Abhängig von Grundfläche, Kellertife und Bodenart
Erdarbeiten für Bodenplatte (ohne Beton, inkl. Planum) 25-55 EUR/m2 Beinhaltet Abtrag, Verdichtung, Kiessandkoffer; Bodenaustausch extra
Geländemodellierung / Planierarbeiten 6-20 EUR/m2 Einfaches Planieren ist günstiger; Böschungen mit Verdichtung teurer

Alle genannten Preise sind Richtwerte auf Basis marktüblicher Angebote in Deutschland; regional können sie um 20 bis 30 Prozent nach oben oder unten abweichen. Hinzu kommen Nebenkosten wie Verbaumaßnahmen, Wasserhaltung oder Bodenuntersuchungen, die in pauschalen Vergleichen oft fehlen.

Woran Sie eine gute Firma für Geländemodellierung erkennen

Die Qualität eines Erdbau-Betriebs zeigt sich weniger im Angebotspreis als in der Genauigkeit der Vorarbeit und der Transparenz gegenüber dem Auftraggeber.

  1. Bodenkundliche Einschätzung vor der KalkulationEin seriöser Betrieb fragt nach Baugrundgutachten oder wertet vorhandene Bodenkarten aus, bevor er ein Angebot legt. Wer ohne jede Kenntnis des Untergrunds einen Festpreis nennt, trägt das Risiko später auf den Auftraggeber ab.
  2. Detailliertes schriftliches Angebot nach VOB oder BGB-WerkvertragLeistungspositionen sollten mit Einheit, Menge und Einheitspreis aufgeführt sein, nicht nur als Gesamtpauschale. Fehlt diese Aufschlüsselung, lassen sich Nachträge kaum nachvollziehen oder anfechten.
  3. Eigener Maschinenpark oder feste NachunternehmerBetriebe mit eigenem Gerätebestand können kurzfristiger reagieren und sind preislich kalkulierbarer. Prüfen Sie im Gespräch, ob die genannten Maschinen tatsächlich verfügbar sind oder erst angemietet werden müssen.
  4. Nachweis über EntsorgungswegeFragen Sie explizit, wohin der Aushub transportiert wird und ob eine Wiegebestätigung der Deponie ausgehändigt wird. Illegale Ablagerungen können für den Auftraggeber haftungsrechtliche Konsequenzen haben.
  5. Referenzen vergleichbarer ProjekteLassen Sie sich abgeschlossene Baustellen mit ähnlicher Geländesituation oder Aushubtiefe nennen. Eine kurze Rückfrage beim Referenz-Auftraggeber gibt mehr Aufschluss als jede Eigendarstellung.
  6. Klare Regelung zu Mehr- und MindermengenIm Erdbau weichen tatsächliche Massen regelmäßig von den geplanten ab. Ein gutes Angebot regelt, nach welchem Verfahren (Aufmaß, Wiegekarte, Bestandsplan) Mehrmengen abgerechnet werden.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot für Erdarbeiten muss mindestens folgende Positionen getrennt ausweisen: Oberbodenabtrag mit Zwischenlagerung oder Abtransport, eigentlicher Erdaushub nach Bodenklassen aufgeschlüsselt, Ladearbeit, Transport und Deponiegebühr, Verfüllung und Verdichtung sowie Herstellung des Planums. Fehlen einzelne dieser Posten, tauchen sie erfahrungsgemäß als Nachtrag auf, sobald die Maschinen auf der Baustelle stehen. Besonders häufig nicht enthalten sind Wasserhaltungsmaßnahmen bei hohem Grundwasserstand, Verbaukosten bei beengten Grundstücksverhältnissen und Mehrkosten für nicht vorhergesehene Felsanschnitte.

Für ein belastbares Ergebnis sollten Sie mindestens drei Angebote von Betrieben einholen, die dasselbe Leistungsverzeichnis erhalten haben. Nur dann sind die Preise direkt vergleichbar. Ein ungewöhnlich niedriges Angebot deutet häufig auf fehlende Positionen oder eine zu optimistische Massenermittlung hin, kein Betrieb kann dauerhaft unter seinen Kosten arbeiten. Lassen Sie Unklarheiten schriftlich klären, bevor Sie den Auftrag erteilen.

Häufige Fragen

Was kosten Erdarbeiten beim Hausbau?

Die Kosten für Erdarbeiten beim Hausbau liegen je nach Grundstück und Umfang zwischen 5.000 und 20.000 EUR für ein typisches Einfamilienhaus ohne Keller. Entscheidend sind Bodenbeschaffenheit, Aushubtiefe, Grundfläche und die Entfernung zur nächsten Deponie. Ein Haus mit Keller und schwierigem Untergrund kann deutlich teurer werden, weshalb ein Baugrundgutachten vor der Angebotseinholung sinnvoll ist.

Was kosten Erdarbeiten für eine Bodenplatte?

Für die Erdarbeiten inklusive Planum und Kiessandkoffer unter einer Bodenplatte sind grob 25 bis 55 EUR pro m2 anzusetzen. Bei einem Haus mit 120 m2 Grundfläche ergibt das etwa 3.000 bis 6.600 EUR, zuzüglich Abtransport des Aushubmaterials. Ist ein Bodenaustausch notwendig, steigen die Kosten spürbar, da zusätzliches Kiesmaterial eingebaut und der anstehende Boden vollständig abgefahren werden muss.

Wie werden Erdarbeiten im Hausbau abgerechnet?

Üblich ist die Abrechnung nach Einheitspreisen pro Kubikmeter gelösten und abgefahrenen Boden oder pro Quadratmeter hergestellter Fläche. Kleinere Betriebe rechnen häufig auch nach Maschinenstunden ab, was bei unbekannter Bodenbeschaffenheit für beide Seiten transparenter ist. Verlangen Sie in jedem Fall ein Aufmaß nach Abschluss der Arbeiten als Abrechnungsgrundlage.

Wie lange dauern die Erdarbeiten für ein Einfamilienhaus?

Für ein freistehendes Einfamilienhaus ohne Keller sind die Erdarbeiten in der Regel in ein bis drei Arbeitstagen abgeschlossen. Bei einem Keller oder schwierigem Boden kann es fünf bis sieben Tage dauern, sofern Verbau und Wasserhaltung hinzukommen. Der genaue Zeitrahmen hängt stark von der Verfügbarkeit der Maschinen und den Wetterbedingungen ab.

Wann brauche ich ein Baugrundgutachten vor den Erdarbeiten?

Ein Baugrundgutachten ist immer dann empfehlenswert, wenn Ihnen keine verlässlichen Informationen über den Untergrund vorliegen, etwa bei Hanglagen, ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Grundstücken in der Nähe von Altlasten. Ohne Gutachten trägt der Erdbauer die Ungewissheit der Bodenverhältnisse durch Risikoaufschläge in seinen Preis ein, was das Angebot teurer macht, als ein Gutachten kosten würde. Der typische Preis für ein einfaches Baugrundgutachten liegt zwischen 800 und 2.500 EUR.

Muss ich die Entsorgung des Aushubs selbst organisieren?

In aller Regel übernimmt der beauftragte Erdbau-Betrieb auch den Abtransport und die Deponieentsorgung, dies sollte jedoch ausdrücklich im Angebot stehen. Lassen Sie sich den Entsorgungsnachweis aushändigen, denn als Grundstückseigentümer können Sie für unerlaubt deponiertes Material haftbar gemacht werden. Bei kontaminiertem Boden ist außerdem eine separate Analytik und ein Entsorgungskonzept nach Kreislaufwirtschaftsgesetz vorgeschrieben.

Kann ich Erdarbeiten mit einem Festpreis beauftragen?

Ein Festpreis ist möglich, wenn ein Baugrundgutachten vorliegt und die Massen verlässlich ermittelt wurden. Ohne diese Grundlage kalkulieren seriöse Betriebe in der Regel mit Einheitspreisen und einem Mengenrisiko, das beide Seiten teilen. Bestehen Sie auf einem Festpreis ohne Grundlagendaten, riskieren Sie entweder ein überhöhtes Angebot mit hohem Risikopuffer oder einen Vertrag, der beim ersten unerwarteten Fels zu Streitigkeiten führt.