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Wärmepumpen

Ein Wärmepumpen-Installateur plant, liefert und montiert Wärmepumpenanlagen für Heizung und Warmwasser in Wohn- und Gewerbegebäuden. Man beauftragt ihn, wenn eine fossile Heizung ersetzt werden soll oder ein Neubau von Anfang an mit einer erneuerbaren Wärmequelle ausgestattet werden soll.

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Was gehört zu Wärmepumpen?

Ein Wärmepumpen-Installateur übernimmt die gesamte technische Umsetzung einer Wärmepumpenanlage: von der Auslegung der geeigneten Anlagenart über die Montage der Innen- und Außeneinheit bis zum hydraulischen und elektrischen Anschluss. Er berechnet, welche Heizleistung das Gebäude benötigt, wählt die passende Wärmequelle — Luft, Erdreich oder Grundwasser — und stimmt die Anlage auf das vorhandene Wärmeverteilsystem, etwa Fußbodenheizung oder Heizkörper, ab.

Typische Auftragslagen sind der Austausch einer alten Gas- oder Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Bestand sowie die Erstinstallation im Neubau. Hinzu kommen Aufträge für Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdkollektoren oder Erdsonden, die eine enge Abstimmung mit einem Bohrunternehmen erfordern, sowie Wasser-Wasser-Anlagen, bei denen ein Brunnenbauer das Grundwasser erschließt. In Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten werden häufig größere Verbundsysteme mit mehreren Wärmepumpen geplant und installiert.

Die Abgrenzung zu benachbarten Gewerken ist klar geregelt: Der Wärmepumpen-Installateur ist in der Regel ein Fachbetrieb aus dem Heizungsbauer-Handwerk und übernimmt die Heizungsseite sowie die Warmwasserbereitung. Den Stromanschluss der Anlage — einschließlich Zählerkasten, Freischaltung und Schutzeinrichtungen — muss ein zugelassener Elektrobetrieb ausführen. Erdbohrungen für Erdsonden erfordern ein konzessioniertes Bohrunternehmen. Der Wärmepumpen-Installateur koordiniert diese Gewerke oft, führt sie aber nicht selbst aus.

Leistungen im Überblick

Wärmepumpen-Installateure decken den gesamten Leistungsumfang von der Planung bis zur Inbetriebnahme ab.

  • Heizlastberechnung und AnlagenauslegungDer Betrieb ermittelt den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes nach anerkannten Berechnungsverfahren und legt darauf aufbauend Heizleistung, Pufferspeichergröße und Wärmequelle fest. Eine korrekte Auslegung verhindert Überdimensionierung und damit unnötige Investitions- und Betriebskosten.
  • Lieferung und Montage der WärmepumpeneinheitDer Installateur beschafft die Innen- und Außeneinheit oder das Kompaktgerät und montiert es fachgerecht am vorgesehenen Aufstellort. Bei Luft-Wasser-Geräten umfasst das auch die schallschutzkonforme Aufstellung im Außenbereich.
  • Hydraulischer Anschluss an das HeizungssystemDie Wärmepumpe wird über Verrohrung, Pufferspeicher, Umwälzpumpen und Mischer in den bestehenden oder neuen Heizkreis eingebunden. Dabei werden Druckprüfung, Spülung und Befüllung des Systems fachgerecht durchgeführt.
  • WarmwasserbereitungAuf Wunsch wird ein separater Warmwasserspeicher integriert, der über die Wärmepumpe oder eine Zusatzheizung beladen wird. Der Installateur stellt die hygienisch korrekte Warmhaltung sicher, um Legionellenbildung zu vermeiden.
  • Inbetriebnahme und EinregulierungNach Abschluss der Montage nimmt der Betrieb die Anlage in Betrieb, parametriert die Steuerung und optimiert die Heizkurve auf das Gebäude. Eine korrekte Einregulierung ist entscheidend für die Jahresarbeitszahl und damit für die tatsächlichen Heizkosten.
  • Antragstellung für FördermittelViele Betriebe unterstützen bei der Beantragung von Bundesförderungen wie der BEG-Heizungsförderung über die BAFA oder die KfW. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Betrieb als Fachunternehmen anerkannt ist und die entsprechenden Nachweise liefert.
  • Wartung und StörungsbeseitigungIm laufenden Betrieb bieten Installateure Wartungsverträge an, die regelmäßige Inspektionen, Filterwechsel, Kältemittelkontrolle und Software-Updates umfassen. Eine jährliche Wartung ist empfehlenswert und von manchen Herstellern zur Aufrechterhaltung der Garantie gefordert.

Was kostet eine Wärmepumpe?

Die Kosten für eine Wärmepumpeninstallation setzen sich aus Gerät, Material und Arbeitsleistung zusammen und werden üblicherweise als Pauschalangebot für das Gesamtprojekt angeboten. Wesentliche Preistreiber sind die Anlagenart, die Heizleistung, der Zustand der bestehenden Heizungsanlage und ob ein Altgerät demontiert und entsorgt werden muss.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Luft-Wasser-Wärmepumpe, Komplettsystem inkl. Montage (6-10 kW) 12.000-20.000 EUR/Anlage Gerätepreis dominiert; Aufpreis für größere Leistungsklassen erheblich
Sole-Wasser-Wärmepumpe, Komplettsystem inkl. Montage (ohne Bohrung) 15.000-25.000 EUR/Anlage Erdsonden-Bohrung wird separat berechnet, ca. 50-100 EUR/lfd. m
Pufferspeicher inkl. Einbindung (200-500 Liter) 800-2.500 EUR Größe abhängig von Anlagenleistung und Heizsystem
Warmwasserspeicher inkl. Einbindung (200-300 Liter) 700-1.800 EUR Aufpreis für Hygienespeicher oder Frischwasserstation
Demontage und Entsorgung der Altanlage 300-900 EUR Aufwand steigt bei Öltanks, Asbest oder schwer zugänglicher Aufstellung
Stundenverrechnungssatz für Nebenarbeiten 65-110 EUR/Stunde Gilt für nicht vorab kalkulierbare Zusatzarbeiten im Bestand

Die genannten Preise sind Richtwerte auf Basis marktüblicher Konditionen in Deutschland für 2026 und können je nach Region, Hersteller und individuellem Bauaufwand deutlich abweichen. In Ballungsräumen liegen die Stundenverrechnungssätze und Materialaufschläge erfahrungsgemäß höher als im ländlichen Raum.

Woran Sie einen guten Betrieb für Wärmepumpen erkennen

Die Qualität eines Betriebs lässt sich anhand konkreter Nachweise prüfen, bevor Sie einen Auftrag vergeben.

  1. Eintragung in die HandwerksrolleDer Betrieb muss als Installateur- und Heizungsbauerbetrieb in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Sie können dies direkt bei der HWK Ihres Bundeslandes prüfen oder den Betrieb nach seiner Handwerkskartennummer fragen.
  2. Zertifizierung als Fachunternehmen (BAFA/BEG)Für die staatliche Heizungsförderung muss der Betrieb als Fachunternehmen nach den BEG-Richtlinien anerkannt sein. Fragen Sie ausdrücklich nach dem entsprechenden Nachweis, da ohne ihn keine Förderung beantragt werden kann.
  3. Herstellerschulung und ZertifikateRenommierte Wärmepumpenhersteller bieten produktbezogene Schulungen an und listen geschulte Partnerbetriebe auf ihren Websites. Ein solches Zertifikat zeigt, dass der Monteur die jeweilige Geräteserie kennt und korrekt einstellen kann.
  4. Schriftliche Heizlastberechnung im AngebotEin seriöser Betrieb legt seiner Empfehlung eine nachvollziehbare Heizlastberechnung zugrunde, kein Erfahrungswert oder eine grobe Schätzung. Fehlt diese im Angebot, fragen Sie explizit danach — die Auslegung ist die Grundlage für alles Weitere.
  5. Referenzen aus vergleichbaren ProjektenFragen Sie nach abgeschlossenen Projekten mit ähnlichem Gebäudetyp und ähnlicher Anlagenart. Seriöse Betriebe können Referenzadressen oder dokumentierte Projektfotos vorweisen.
  6. Klare Regelung der SchnittstellengewerkeDer Betrieb sollte im Angebot festhalten, welche Leistungen er selbst erbringt und welche durch Dritte — Elektriker, Bohrunternehmen — erfolgen müssen. Unklare Schnittstellen sind eine häufige Ursache für Nachtragskosten.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot eines Wärmepumpen-Installateurs enthält die genaue Gerätebezeichnung mit Modellnummer, die berechnete Heizleistung, Angaben zu Pufferspeicher und Warmwasserspeicher, die vorgesehene Regelungstechnik, eine Aufstellung der Materialkosten, die Arbeitszeit in Stunden oder als Pauschalposition sowie die Leistungen, die ausdrücklich nicht enthalten sind. Posten, die in günstigen Angeboten häufig fehlen oder erst nachträglich berechnet werden, sind die Demontage und Entsorgung der Altanlage, elektrische Anschlussarbeiten, eine erforderliche Anpassung der Heizkörper oder Thermostate, anfallende Baugenehmigungen für Außengeräte sowie Trockenbauarbeiten nach der Leitungsverlegung.

Empfehlenswert ist es, mindestens drei Angebote von unterschiedlichen Betrieben einzuholen, damit Sie Preise, Gerätequalität und Leistungsumfang tatsächlich gegenüberstellen können. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Angebote dieselbe Geräteleistung, dieselbe Speichergröße und denselben Liefer- und Montageumfang zugrunde legen — andernfalls vergleichen Sie unterschiedliche Produkte zu scheinbar ähnlichen Preisen.

Häufige Fragen

Welche Wärmepumpenart ist für mein Haus am besten geeignet?

Das hängt vor allem vom verfügbaren Platz, dem Grundstück und dem Budget ab. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind am weitesten verbreitet, weil sie keine Erdarbeiten erfordern und am schnellsten installierbar sind; sie arbeiten jedoch bei tiefen Außentemperaturen weniger effizient als Sole-Wasser-Anlagen. Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden oder Erdkollektoren erzielen in der Regel höhere Jahresarbeitszahlen, verursachen aber höhere Erschließungskosten von 5.000 bis 15.000 EUR für die Bohrung. Ein Fachbetrieb kann nach einer Heizlastberechnung und Grundstücksbesichtigung eine fundierte Empfehlung geben.

Wie viel Förderung bekomme ich beim Einbau einer Wärmepumpe?

Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sind im Jahr 2026 Zuschüsse von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen wie Einkommensgrenze und der Austausch einer alten Heizung erfüllt sind. Die Basisförderung beträgt 30 Prozent; hinzu kommen ein Klima-Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent beim Austausch einer funktionsfähigen fossilen Heizung und ein einkommensabhängiger Bonus von bis zu 30 Prozent für Haushalte unter 40.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen. Der Antrag muss vor Auftragserteilung über die BAFA gestellt werden, und der ausführende Betrieb muss als anerkanntes Fachunternehmen zugelassen sein.

Wie lange dauert die Installation einer Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Bestand ist in der Regel in zwei bis vier Arbeitstagen montiert und in Betrieb genommen. Bei Sole-Wasser-Anlagen verlängert sich die Gesamtdauer um die Zeit für die Erdbohrung, die je nach Bohrtiefe und Gelände ein bis drei Tage zusätzlich in Anspruch nehmen kann. Längere Wartezeiten entstehen häufig nicht durch die eigentliche Montage, sondern durch Lieferzeiten für Geräte und die Terminverfügbarkeit des Elektrikers für den Netzanschluss.

Kann eine Wärmepumpe auch in einem schlecht gedämmten Altbau funktionieren?

Ja, grundsätzlich ist das möglich, erfordert aber eine sorgfältige Auslegung. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen unter 55 Grad Celsius; in schlecht gedämmten Gebäuden werden oft höhere Vorlauftemperaturen benötigt, was die Effizienz und damit die Heizkostenersparnis mindert. In solchen Fällen prüft ein Fachbetrieb, ob eine Teilsanierung der Gebäudehülle oder der Austausch von Heizkörpern gegen größere Modelle wirtschaftlich sinnvoller ist als eine reine Geräteinstallation.

Wie hoch sind die laufenden Betriebskosten einer Wärmepumpe?

Die Betriebskosten bestehen im Wesentlichen aus dem Stromverbrauch, der von der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Anlage abhängt. Bei einer JAZ von 3,5 erzeugt die Wärmepumpe 3,5 kWh Wärme je verbrauchter kWh Strom; für ein Einfamilienhaus mit einem Wärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr werden dann rund 4.300 kWh Strom benötigt, was bei einem Strompreis von 0,30 EUR/kWh etwa 1.290 EUR Jahresheizkosten ergibt. Hinzu kommen jährliche Wartungskosten von etwa 200 bis 400 EUR je nach Wartungsvertrag und Anlagengröße.

Brauche ich für die Installation einer Wärmepumpe eine Baugenehmigung?

In den meisten Bundesländern sind Luft-Wasser-Wärmepumpen genehmigungsfrei, sofern bestimmte Schallschutzabstände zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. In Wohngebieten mit strengen Lärmschutzauflagen oder in denkmalgeschützten Bereichen kann jedoch eine Genehmigung oder zumindest eine Anzeige bei der Baubehörde erforderlich sein. Ihr Installateur sollte die örtlichen Vorschriften kennen und Sie darüber informieren; im Zweifelsfall lohnt eine kurze Anfrage bei der zuständigen Bauordnungsbehörde.

Wie oft muss eine Wärmepumpe gewartet werden?

Eine jährliche Wartung ist empfehlenswert und wird von vielen Herstellern als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Herstellergarantie gefordert. Bei der Inspektion werden unter anderem der Kältemittelkreis auf Dichtheit, die Filtereinsätze, die Steuerungsparameter und alle sicherheitsrelevanten Bauteile geprüft. Die Kosten für eine jährliche Wartung liegen je nach Anlage und Betrieb zwischen 200 und 400 EUR.