Elektroinstallation für Neubau, Sanierung und Gewerbe in ganz München.
Elektroinstallation
Elektroinstallateure planen und verlegen die gesamte elektrische Anlage in Gebäuden – von der Hauptverteilung über Leitungswege bis zu Steckdosen, Schaltern und Beleuchtung. Beauftragt wird das Gewerk bei Neubau, Sanierung, Erweiterung bestehender Anlagen sowie bei der Nachrüstung moderner Systeme wie Wärmepumpen, Wallboxen oder Smart-Home-Technik.
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Was gehört zur Elektroinstallation?
Elektroinstallateure sind für die gesamte elektrische Infrastruktur eines Gebäudes zuständig. Sie ermitteln den Bedarf gemeinsam mit dem Bauherrn oder Planer, erstellen einen Installationsplan und setzen diesen handwerklich um. Dazu gehören das Verlegen von Leitungen in Rohren oder Kanälen, das Setzen von Unterputzdosen, der Aufbau von Verteilerkasten und Sicherungsanlagen sowie der Anschluss aller Stromverbraucher. Am Ende der Arbeiten wird die Anlage messtechnisch geprüft und eine Dokumentation übergeben.
Typische Auftragslagen reichen vom Einfamilienhaus-Neubau über die Kernsanierung eines Altbaus bis zur Erweiterung einer Gewerbeanlage. Im Neubau arbeiten Elektroinstallateure eng mit anderen Gewerken zusammen, da Leitungswege vor dem Verputzen oder dem Estrich verlegt werden müssen. Bei der Sanierung ist Bestandsaufnahme ein wesentlicher Teil der Arbeit: Ältere Anlagen entsprechen oft nicht mehr der aktuellen DIN VDE und müssen ganz oder teilweise erneuert werden.
Abzugrenzen ist das Gewerk von der Haustechnikplanung (TGA-Fachplaner oder Elektroingenieure erstellen Ausführungspläne für größere Objekte, führen die Arbeiten aber nicht selbst aus) sowie von der Informations- und Kommunikationstechnik: Netzwerk-, Telefon- und Antennenanlagen werden zwar häufig vom selben Betrieb mitinstalliert, sind aber ein eigener Leistungsbereich. Erdarbeiten für Außenanlagen oder Fundamenterder übernimmt dagegen in der Regel ein Tiefbauunternehmen.
Leistungen im Überblick
Elektroinstallateure decken alle Gewerke rund um die elektrische Versorgung und Steuerung von Gebäuden ab.
- Neuinstallation im NeubauKomplette Planung und Verlegung aller Stromkreise vom Hausanschluss bis zur letzten Steckdose. Dazu zählen Hauptverteilung, Unterverteilungen, Leitungsverlegung und Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600.
- Sanierung und Erneuerung bestehender AnlagenAustausch veralteter Leitungen (z. B. Aluminiumleitungen oder Gummimantelkabel) gegen normgerechte Installationen. Häufig verbunden mit dem Einbau neuer Verteiler und Schutzeinrichtungen wie FI-Schaltern und Leitungsschutzschaltern.
- Unterputz- und AufputzinstallationUnterputz-Installationen verschwinden hinter Putz oder unter Estrich und sind der Standard im Neubau. Aufputzleitungen und Kabelkanäle werden bei Sanierungen ohne Stemmarbeiten eingesetzt, wenn Eingriffe in die Bausubstanz vermieden werden sollen.
- Wallbox und LadeinfrastrukturInstallation von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge nach VDE-AR-N 4100, inklusive separatem Stromkreis, geeigneter Absicherung und ggf. Anmeldung beim Netzbetreiber. Dieser Bereich ist in vielen Betrieben ein eigener Leistungsschwerpunkt.
- Photovoltaik-Anbindung und WärmepumpenanschlussElektrotechnischer Anschluss von PV-Wechselrichtern, Batteriespeichern und Wärmepumpen an die Hausinstallation. Die eigentliche Montage der Anlage erfolgt durch Fachbetriebe, die elektrische Einbindung ist jedoch Aufgabe des Elektroinstallateurs.
- Smart-Home-Systeme und GebäudeautomationInstallation busbasierter Systeme (z. B. KNX) oder funktionaler Lösungen mit WLAN-Komponenten für Lichtsteuerung, Jalousien, Heizungsregelung und Sicherheitstechnik. Die Programmierung ist meist Teil des Leistungsumfangs.
- Prüfung, Messung und DokumentationNormgerechte Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 mit Isolationswiderstandsmessung, Schleifenwiderstand und FI-Prüfung. Das Prüfprotokoll ist Pflicht und bildet die Grundlage für Abnahme und Versicherungsschutz.
Was kostet eine Elektroinstallation?
Die Abrechnung erfolgt je nach Betrieb und Auftragsart entweder nach Stundenlohn plus Material oder auf Basis von Einheitspreisen je Steckdose, Stromkreis oder Quadratmeter Wohnfläche. Preistreiber sind die Anzahl der Stromkreise, der Installationsaufwand (Unterputz ist arbeitsintensiver als Aufputz) und die Qualität der Materialien.
| Leistung | Richtpreis | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Stundenlohn Elektroinstallateur | 65-95 EUR/Stunde | Regional unterschiedlich, im Süden und in Ballungsräumen tendenziell höher |
| Komplette Elektroinstallation Neubau (inkl. Material) | 80-130 EUR/m2 Wohnfläche | Je nach Ausstattungsniveau und Anzahl der Stromkreise; einfache Ausstattung am unteren, Smart-Home-Integration am oberen Ende |
| Einfamilienhaus Neubau gesamt (ca. 150 m2) | 12.000-20.000 EUR | Richtwert für übliche Ausstattung; Wärmepumpe, Wallbox und PV-Anbindung kommen hinzu |
| Einzelne Steckdose oder Schalter nachrüsten | 80-200 EUR je Punkt | Unterputz teurer als Aufputz; höherer Anteil Fahrt- und Rüstkosten bei kleinen Einzelaufträgen |
| Wallbox installieren (inkl. Zuleitung bis 10 lfd. m) | 600-1.400 EUR | Abhängig von Leitungslänge zur Unterverteilung und Aufwand für Anmeldung beim Netzbetreiber |
| Sicherungskasten/Unterverteilung erneuern | 800-2.000 EUR | Je nach Größe der Anlage, Anzahl der Stromkreise und Nachrüstbedarf von FI-Schutzschaltern |
Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis üblicher Marktpreise in Deutschland 2026 und verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. Regionale Unterschiede, Materialpreisentwicklung und individuelle Gegebenheiten auf der Baustelle können zu deutlichen Abweichungen führen – verbindlich ist nur das schriftliche Angebot.
Woran Sie einen guten Betrieb für Elektroinstallation erkennen
Bei der Wahl des Betriebs entscheiden Qualifikation, Verlässlichkeit und transparente Kommunikation mehr als der günstigste Preis.
- Eintragung in die HandwerksrolleElektroinstallation ist ein zulassungspflichtiges Handwerk und darf nur von eingetragenen Meisterbetrieben oder vergleichbar qualifizierten Betrieben ausgeführt werden. Prüfen Sie die Eintragung über die Handwerkskammer der jeweiligen Region.
- Schriftliches und detailliertes AngebotEin seriöser Betrieb benennt Leistungsumfang, Materialspezifikationen, Anzahl der Stromkreise und Steckdosen sowie den voraussichtlichen Zeitrahmen. Pauschalangebote ohne Positionsauflistung machen nachträgliche Streitigkeiten wahrscheinlicher.
- Prüfprotokoll als fester BestandteilDie Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 und die Übergabe eines Messprotokoll sollte im Angebot bereits enthalten sein. Fehlt diese Position, sollten Sie aktiv danach fragen.
- Referenzen und BewertungenFragen Sie nach vergleichbaren abgeschlossenen Projekten oder prüfen Sie Bewertungen auf neutralen Plattformen. Für größere Aufträge empfiehlt es sich, direkt bei einem Referenzkunden nachzufragen.
- Klarer Ansprechpartner und erreichbarGute Betriebe benennen von Beginn an eine Kontaktperson für Rückfragen und reagieren zügig auf Anfragen. Träge Kommunikation vor Auftragsvergabe ist oft ein Vorzeichen für Probleme während der Bauphase.
- HaftpflichtversicherungElektroinstallationen können bei Fehlern zu erheblichen Folgeschäden führen. Lassen Sie sich auf Anfrage den Nachweis einer Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung zeigen.
Angebote richtig vergleichen
Ein vollständiges Angebot für Elektroinstallationsarbeiten sollte die Anzahl der Stromkreise und Unterverteilungen, die Art der Verlegung (Unterputz oder Aufputz), die Anzahl und Position von Steckdosen, Schaltern und Leuchtenanschlüssen, die vorgesehenen Schutzeinrichtungen (FI-Schutzschalter, Überspannungsschutz), den Materialstandard (z. B. Leitungsquerschnitte, Marke der Verteilerkomponenten) sowie Erstprüfung und Dokumentation enthalten. Fehlen diese Angaben, ist ein Preisvergleich mit anderen Angeboten kaum möglich, da unterschiedliche Leistungsumfänge gegenübergestellt werden.
Häufig nachträglich teuer werden Positionen wie zusätzliche Steckdosen oder Stromkreise, die erst auf der Baustelle gewünscht werden, Leerrohre für spätere Leitungen oder der Anschluss von Geräten, die erst nach Angebotserstellung festgelegt wurden. Holen Sie für Aufträge ab etwa 3.000 EUR mindestens drei Vergleichsangebote ein und achten Sie darauf, dass alle Betriebe dasselbe Leistungsverzeichnis erhalten – nur so sind die Preise tatsächlich vergleichbar.
Häufige Fragen
Was kostet eine Elektroinstallation für ein Einfamilienhaus?
Für ein Einfamilienhaus mit rund 150 m2 Wohnfläche sind im Neubau Gesamtkosten von 12.000 bis 20.000 EUR realistisch, inklusive Material und Erstprüfung. Der Preis hängt von der Anzahl der Stromkreise, dem Ausstattungsniveau und davon ab, ob zusätzliche Anschlüsse für Wärmepumpe, Wallbox oder Photovoltaik benötigt werden. Eine einfache Grundausstattung liegt eher im unteren Bereich, eine gehobene Ausstattung mit Smart-Home-Komponenten deutlich darüber.
Was kostet eine Elektroinstallation pro m2?
Im Neubau werden für die vollständige Elektroinstallation üblicherweise 80 bis 130 EUR je m2 Wohnfläche kalkuliert, inklusive Material. Dieser Wert schwankt je nach Region, Ausstattungsniveau und Installationsaufwand erheblich. Bei Sanierungen fallen in der Regel höhere Kosten an, weil Bestandsleitungen zurückgebaut und neue Wege aufwendiger hergestellt werden müssen.
Was kostet eine Elektroinstallation im Neubau?
Im Neubau richtet sich der Preis vor allem nach der Größe des Gebäudes, der Anzahl der Stromkreise und dem geplanten Ausstattungsgrad. Als grober Richtwert gelten 80 bis 130 EUR je m2 Wohnfläche für die komplette Installation inklusive Verteilung und Material. Sonderleistungen wie Wärmepumpenanschluss, Wallbox oder Smart-Home-Verkabelung werden üblicherweise separat berechnet.
Wie kann ich Kosten für die Elektroinstallation berechnen?
Eine belastbare Kostenermittlung ist nur auf Basis eines individuellen Angebots möglich, das den konkreten Leistungsumfang beschreibt. Als erste Orientierung können Sie die Wohnfläche mit dem Richtwert von 80 bis 130 EUR/m2 multiplizieren und zusätzliche Posten wie Wallbox (600 bis 1.400 EUR) oder Wärmepumpenanschluss separat veranschlagen. Drei vergleichbare Angebote von Fachbetrieben liefern die genaueste Grundlage für Ihre Budgetplanung.
Was kostet es, eine neue Elektroinstallation einzubauen?
Eine vollständige Neuinstallation, etwa im Zuge einer Kernsanierung, kostet je nach Umfang und Gebäudegröße zwischen 10.000 und 25.000 EUR für ein typisches Einfamilienhaus. Bei Sanierungen kommt hinzu, dass alte Leitungen fachgerecht ausgebaut werden müssen, was den Aufwand und damit die Kosten gegenüber dem Neubau erhöht. Entscheidend ist, ob vorhandene Leerrohre weitergenutzt werden können oder komplett neue Wege gestemmt werden müssen.
Wie viele Angebote sollte ich für eine Elektroinstallation einholen?
Für Aufträge ab etwa 3.000 EUR empfiehlt es sich, mindestens drei Angebote einzuholen. Wichtiger als die Anzahl ist, dass alle Betriebe dasselbe Leistungsverzeichnis erhalten, damit die Preise tatsächlich vergleichbar sind. Liegt ein Angebot deutlich unter den anderen, sollten Sie genau prüfen, welche Positionen fehlen oder welches Material angesetzt wurde.
Muss die Elektroinstallation nach dem Einbau geprüft werden?
Ja, nach DIN VDE 0100-600 ist eine Erstprüfung der Anlage durch den ausführenden Betrieb vorgeschrieben. Dabei werden Isolationswiderstände gemessen, Schutzleiterverbindungen geprüft und FI-Schalter auf Funktion getestet. Das Prüfprotokoll sollte Ihnen als Auftraggeber übergeben werden und ist unter anderem für den Versicherungsschutz und bei einem späteren Verkauf der Immobilie relevant.