Elektroinstallation für Neubau, Sanierung und Gewerbe in ganz München.
Photovoltaik
Ein Solarteur plant, installiert und wartet Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dächern, Freiflächen oder als gebäudeintegrierte Systeme. Man beauftragt dieses Gewerk, wenn Strom oder Wärme aus Sonnenenergie erzeugt werden soll und eine fachgerechte Planung, Montage sowie Netzanmeldung erforderlich sind.
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Was gehört zur Photovoltaik?
Der Begriff Solarteur ist eine Wortschöpfung aus Solar und Monteur und bezeichnet Fachkräfte, die sich auf die Installation von Anlagen zur solaren Energiegewinnung spezialisiert haben. Dazu gehören Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung, Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sowie Hybridsysteme, die beides verbinden. Der Solarteur übernimmt die gesamte technische Kette: von der Standortanalyse und Ertragsprognose über die Planung der Modulanordnung, Unterkonstruktion und Verkabelung bis zur Inbetriebnahme und Anmeldung beim Netzbetreiber.
Typische Auftraggeber sind Hauseigentümer, die eine Aufdachanlage auf dem Einfamilienhaus nachrüsten, Gewerbebetriebe mit großen Hallendächern sowie Projektierer von Freiflächenanlagen. Bei Neubauten arbeitet der Solarteur eng mit Dachdeckern, Elektrikern und TGA-Planern zusammen, bei Bestandsgebäuden ist oft eine vorige Dachzustandsprüfung durch einen Dachdecker sinnvoll. Umfangreichere Projekte erfordern zusätzlich eine Baugenehmigung sowie die Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber.
Die Abgrenzung zu benachbarten Gewerken ist eindeutig: Der Dachdecker übernimmt Abdichtung und Unterkonstruktion auf der Dachfläche, überlässt aber Modulbefestigung und Verkabelung dem Solarteur. Der Elektroinstallateur verlegt Leitungen im Gebäude und schließt den Wechselrichter ans Hausnetz an, während der Solarteur die DC-seitige Verkabelung auf dem Dach und den Wechselrichter selbst verantwortet. Wer eine Anlage mit Batteriespeicher, Wärmepumpe oder Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge kombinieren möchte, braucht entweder einen Betrieb, der alle diese Gewerke beherrscht, oder eine koordinierte Zusammenarbeit mehrerer Fachunternehmen.
Leistungen im Überblick
Ein Solarteur deckt alle Schritte ab, die von der ersten Planung bis zum einspeisefähigen Betrieb einer Solaranlage erforderlich sind.
- Planung und ErtragsprognoseDer Solarteur analysiert Dachausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung und statische Tragfähigkeit. Auf dieser Basis erstellt er eine Systemauslegung mit Modullayout, Wechselrichterauswahl und erwarteten Jahreserträgen.
- Montage der Unterkonstruktion und ModuleJe nach Dachtyp werden dachparallele Aufdachsysteme, Flachdachaufständerungen oder gebäudeintegrierte Konstruktionen montiert. Die Befestigung muss Windlasten standhalten und darf die Dachabdichtung nicht beschädigen.
- DC-Verkabelung und WechselrichterinstallationDer Solarteur verlegt die Gleichstromleitungen von den Modulen zum Wechselrichter, installiert Überspannungsschutz und Trennvorrichtungen. Der Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom um.
- Batteriespeicher und EigenverbrauchsoptimierungBei Bedarf wird ein Heimspeicher integriert, der überschüssigen Solarstrom für die Abend- und Nachtstunden zwischenspeichert. Der Betrieb legt Ladestrategie und Systemparameter so aus, dass der Eigenverbrauchsanteil maximiert wird.
- Netzanmeldung und InbetriebnahmeDer Solarteur meldet die Anlage beim Netzbetreiber an, registriert sie im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur und stellt sicher, dass alle normativen Anforderungen der VDE-AR-N 4105 erfüllt sind. Ohne diese Schritte ist die Einspeisung nicht rechtmäßig möglich.
- Wartung und FehlerdiagnoseRegelmäßige Sichtprüfungen, Leistungsmessungen und Reinigungen sichern den langfristigen Ertrag. Bei Leistungseinbrüchen führt der Solarteur eine Fehlerdiagnose durch und tauscht defekte Module, Wechselrichter oder Verbindungselemente aus.
- Solarthermie und HybridanlagenNeben Photovoltaik plant und installiert der Solarteur auch thermische Kollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Bei kombinierten PV-Thermie-Systemen übernimmt er die hydraulische Einbindung in den Heizkreis.
Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?
Solaranlagen werden überwiegend als schlüsselfertiges Paket zum Festpreis angeboten, der Montage, Material und Anmeldung umfasst. Preistreibend sind Anlagengröße in Kilowattpeak, Dachkomplexität, Speicherkapazität und regionale Nachfrage.
| Leistung | Richtpreis | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Photovoltaikanlage Einfamilienhaus (5-10 kWp, Aufdach) | 8.000-18.000 EUR je Anlage | Abhängig von Modulanzahl, Wechselrichtertyp und Dachzugänglichkeit |
| Batteriespeicher (5-15 kWh Nutzkapazität) | 4.000-12.000 EUR je Speicher | Preis pro kWh sinkt bei größeren Kapazitäten; Fabrikat und Garantielaufzeit beeinflussen den Preis |
| Gewerbeanlage Hallendach (ab 30 kWp) | 900-1.400 EUR je kWp | Skaleneffekte senken den Preis je kWp; Aufständerung auf Flachdach erhöht ihn |
| Solarthermieanlage (Warmwasser, 2-4 Kollektoren) | 4.000-7.000 EUR je Anlage | Inklusive Pufferspeicher und hydraulischer Einbindung; Dachdurchführung kann separat anfallen |
| Wartung und Jahresinspektion | 150-350 EUR je Termin | Umfang variiert; größere Anlagen mit Speicher liegen am oberen Ende |
| Stundenverrechnungssatz Monteur | 65-95 EUR je Stunde | Relevant bei Reparaturen und Nachrüstarbeiten außerhalb des Pauschalpreises |
Alle Angaben sind Orientierungswerte für Deutschland 2026 ohne Mehrwertsteuer. Regionale Unterschiede, aktuelle Modulpreise und die Auslastung der Betriebe können die tatsächlichen Kosten spürbar nach oben oder unten verschieben.
Woran Sie einen guten Betrieb für Photovoltaik erkennen
Qualität und Seriosität eines Solarinstallateurs lassen sich anhand konkreter Nachweise und des Angebotsverfahrens zuverlässig einschätzen.
- Zertifizierung und EintragsrechtDer Betrieb muss als Elektrofachbetrieb im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sein, um eine Anlage ans Netz anschließen zu dürfen. Fragen Sie nach der Eintragnummer und prüfen Sie diese beim zuständigen Netzbetreiber.
- Detaillierte Ertragsprognose im AngebotEin seriöser Solarteur legt eine standortgenaue Ertragssimulation vor, die Verschattungsanalyse und Ausrichtung berücksichtigt. Pauschale Kilowattstunden-Angaben ohne Grundlage sind ein Warnsignal.
- Nachweis abgeschlossener ReferenzprojekteLassen Sie sich vergleichbare Anlagen nennen, die der Betrieb in Ihrer Region installiert hat. Besser noch: Kontaktieren Sie einen der Referenzkunden und fragen Sie nach Termintreue und Abwicklung.
- Klare Regelung der NetzanmeldungDie Anmeldung beim Netzbetreiber und die Registrierung im Marktstammdatenregister sind gesetzliche Pflichten. Prüfen Sie, ob diese Leistungen im Angebot ausdrücklich enthalten sind und nicht als Zusatzleistung berechnet werden.
- Herstellergarantien und ProduktdokumentationSeriöse Betriebe verbauen Module mit mindestens 25 Jahren Leistungsgarantie und Wechselrichter mit nachgewiesenen Herstellergarantien. Bestehen Sie auf einer vollständigen Übergabe aller Datenblätter und Garantieurkunden.
- Transparente Wartungs- und ServicevereinbarungenFragen Sie, was bei einem Defekt innerhalb der Garantiezeit konkret passiert und wie schnell der Betrieb vor Ort sein kann. Ein schriftlicher Servicevertrag mit definierten Reaktionszeiten ist ein Zeichen professioneller Arbeitsweise.
Angebote richtig vergleichen
Ein vollständiges Angebot eines Solarteurs enthält die genaue Modulanzahl mit Typenbezeichnung, die Wechselrichterleistung und -fabrikat, den Speichertyp mit Nutzkapazität, die Beschreibung der Unterkonstruktion, die Kabelquerschnitte sowie alle Posten für Anmeldung, Inbetriebnahme und Dokumentation. Fehlen Positionen wie Gerüststellung, Dachdurchführungen oder die Entsorgung von Verpackungsmaterialien, sind diese oft Quellen für Nachforderungen. Fragen Sie ausdrücklich, ob der Preis alle Kosten bis zur einspeisefertigen Anlage umfasst.
Für eine Photovoltaikanlage am Einfamilienhaus sind drei Angebote ein sinnvolles Minimum, um Preisniveau und Leistungsumfang beurteilen zu können. Vergleichen Sie nicht allein den Gesamtpreis, sondern den Preis je kWp installierter Leistung und die angebotene Modulqualität. Günstige Angebote setzen häufig Module unbekannter Hersteller ohne belastbare Garantieabwicklung in Deutschland ein. Ein Angebot mit namentlich genannten Modulen, nachvollziehbarer Ertragsprognose und schriftlicher Garantieregelung ist einem preiswerteren ohne diese Angaben in der Regel vorzuziehen.
Häufige Fragen
Was ist ein Solarteur?
Ein Solarteur ist eine Fachkraft, die Photovoltaik- und Solarthermieanlagen plant, montiert und in Betrieb nimmt. Der Begriff kombiniert die Wörter Solar und Monteur und ist keine geschützte Berufsbezeichnung, hat sich aber in der Branche fest etabliert. In der Regel sind Solarteure ausgebildete Elektriker, Mechatroniker oder Dachdecker mit Zusatzqualifikation im Bereich Solartechnik. Für den Netzanschluss muss der Betrieb als Elektrofachbetrieb im Installateurverzeichnis des Netzbetreibers eingetragen sein.
Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?
Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer Anlagengröße von 5 bis 10 Kilowattpeak liegen die Gesamtkosten schlüsselfertig bei etwa 8.000 bis 18.000 EUR netto. Ein optionaler Batteriespeicher mit 5 bis 10 kWh Nutzkapazität kommt mit weiteren 4.000 bis 9.000 EUR hinzu. Den größten Einfluss auf den Preis haben Anlagengröße, Modulqualität, Dachkomplexität und die regionale Auslastung der Betriebe. Holen Sie mindestens drei vergleichbare Angebote ein, um das Preisniveau in Ihrer Region einschätzen zu können.
Welche Förderungen gibt es für Photovoltaikanlagen?
Die wichtigste Förderung ist die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, die für 20 Jahre festgeschrieben ist. Zusätzlich bieten KfW und viele Bundesländer zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für Photovoltaik und Batteriespeicher an. Die konkreten Konditionen ändern sich regelmäßig; lassen Sie sich vom Solarteur oder der Verbraucherzentrale über den aktuellen Stand beraten, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
Brauche ich eine Baugenehmigung für eine Solaranlage?
In den meisten Bundesländern sind Aufdachanlagen auf Wohngebäuden genehmigungsfrei, solange sie das Dach nicht wesentlich überragen. Ausnahmen gelten in Denkmalschutzbereichen, bei denkmalgeschützten Gebäuden und in bestimmten Landschaftsschutzgebieten, wo eine Ausnahme- oder Baugenehmigung erforderlich sein kann. Ein erfahrener Solarteur klärt die baurechtliche Situation in Ihrer Gemeinde im Rahmen der Projektplanung ab. Bei Freiflächenanlagen ist fast immer ein Baugenehmigungsverfahren notwendig.
Wie lange dauert die Installation einer Photovoltaikanlage?
Die reine Montagezeit auf dem Dach beträgt für eine typische Anlage am Einfamilienhaus ein bis drei Tage. Die Vorlaufzeit bis zur Inbetriebnahme ist jedoch länger, da Netzanmeldung, Materialbeschaffung und Terminvergabe der Netzmonteure mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen können. Planen Sie vom Vertragsabschluss bis zur einspeisefähigen Anlage realistisch acht bis sechzehn Wochen ein, je nach Auslastung und Region.
Wer ist für den Netzanschluss der Solaranlage zuständig?
Der Netzanschluss ist Aufgabe des lokalen Netzbetreibers, der einen eigenen Monteur für die Zählerschrankarbeiten entsendet. Der Solarteur bereitet die Anlage anmeldefertig vor, übermittelt alle technischen Unterlagen und koordiniert den Termin mit dem Netzbetreiber. Stellen Sie sicher, dass diese Koordination im Angebot ausdrücklich als enthaltene Leistung aufgeführt ist, da Verzögerungen durch fehlende Unterlagen den Betriebsstart erheblich verzögern können.
Wie oft muss eine Photovoltaikanlage gewartet werden?
Eine jährliche Sichtprüfung und Leistungskontrolle ist für die meisten Anlagen ausreichend und kostet zwischen 150 und 350 EUR je Termin. Zusätzlich empfiehlt sich eine Reinigung der Module alle zwei bis drei Jahre, wenn starke Verschmutzung durch Pollen, Staub oder Vogelkot messbare Ertragsverluste verursacht. Viele Betriebe bieten Wartungsverträge an, die Inspektion, Fernüberwachung und priorisierte Entstörung kombinieren.