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Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Heizungsbauer installieren, warten und reparieren Heizungsanlagen, Warmwassersysteme und Klimaanlagen in Wohn- und Gewerbegebäuden. Sie werden beauftragt, wenn eine neue Heizung geplant, eine bestehende Anlage gewartet oder auf erneuerbare Energien umgestellt werden soll.

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Was macht ein SHK-Betrieb?

SHK-Betriebe planen und installieren alle Anlagen, die für Wärme, Warmwasser und Raumklima in einem Gebäude sorgen. Dazu gehören Gas-, Öl- und Pelletheizungen, Wärmepumpen, Solarthermieanlagen, Fußbodenheizungen sowie Heizkörper und die dazugehörige Rohrleitungstechnik. Auch die Trinkwasserinstallation, also alle Leitungen und Armaturen für Kalt- und Warmwasser, zählt zum Kernbereich des Gewerks.

Im Alltag führen SHK-Betriebe sowohl Neuinstallationen im Neubau als auch Sanierungen im Bestand durch. Typische Aufträge sind der Austausch einer veralteten Gasheizung gegen eine Wärmepumpe, die Erweiterung einer bestehenden Heizungsanlage um eine Solaranlage, die Wartung und Reinigung von Heizkesseln sowie die Beseitigung von Störungen. Viele Betriebe übernehmen außerdem die jährliche Dichtigkeitsprüfung und die hydraulische Einregulierung von Heizungsanlagen.

Von Elektrikern unterscheiden sich SHK-Betriebe dadurch, dass sie keine 230-Volt-Elektroinstallationen ausführen, aber die Steuerungs- und Regelungstechnik der Heizungsanlage anschließen und programmieren dürfen. Schornsteinfegerarbeiten wie die Abgasmessung und Kehrpflicht liegen beim zugelassenen Schornsteinfeger, auch wenn beide Gewerke bei der Inbetriebnahme einer Feuerungsanlage eng zusammenarbeiten. Klimaanlagen mit Kältemitteln dürfen nur Betriebe mit Kälteschein installieren, was viele, aber nicht alle SHK-Betriebe vorweisen können.

Leistungen im Überblick

SHK-Betriebe decken alle Gewerke rund um Heizung, Sanitär und Klimatechnik ab.

  • Heizungsinstallation und -tauschDer Betrieb plant und installiert die gesamte Heizungsanlage inklusive Wärmeerzeuger, Rohrleitungen, Heizkörper oder Flächenheizung und Regelungstechnik. Beim Austausch einer Bestandsheizung übernimmt er auch die Demontage der alten Anlage und die Entsorgung.
  • WärmepumpenLuft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden vom SHK-Betrieb geplant, dimensioniert und installiert. Die Erdbohrung oder das Verlegen von Erdkollektoren koordiniert er in der Regel mit einem Tiefbauunternehmen.
  • SolarthermieThermische Solaranlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung werden auf dem Dach montiert und hydraulisch in den Heizkreislauf eingebunden. Der SHK-Betrieb übernimmt dabei die komplette Installation einschließlich Speicher und Regelung.
  • SanitärinstallationDazu gehören alle Trinkwasserleitungen, Abwasserleitungen sowie der Einbau von Waschtischen, Duschen, Badewannen, WC-Anlagen und Armaturen. Auch die Erneuerung veralteter Kupfer- oder Bleileitungen sowie die Installation von Wasserfiltern und Enthärtungsanlagen fällt in diesen Bereich.
  • Heizungswartung und StörungsbeseitigungIm Rahmen eines Wartungsvertrags prüft der Betrieb jährlich den Wärmeerzeuger, reinigt Brenner und Wärmetauscher und dokumentiert alle Messwerte. Bei Störungen und Heizungsausfällen bieten viele Betriebe einen Notdienst an.
  • Klimaanlagen und LüftungstechnikSplit-Klimaanlagen, Multisplit-Systeme und kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) werden geplant und installiert. Für das Befüllen von Anlagen mit Kältemitteln ist ein Sachkundenachweis nach EU-Verordnung erforderlich.
  • Hydraulischer Abgleich und EinregulierungDer hydraulische Abgleich stellt sicher, dass alle Heizkörper und Heizkreise gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Er ist bei geförderten Heizungsprojekten oft Fördervoraussetzung und senkt den Energieverbrauch nachweislich.

Was kostet ein SHK-Betrieb?

SHK-Betriebe rechnen kleine Reparaturen und Wartungsarbeiten in der Regel nach Stundenlohn ab, während größere Projekte wie eine Heizungsanlage als Pauschal- oder Einheitspreisangebot angeboten werden. Den Preis beeinflussen vor allem die Lohnkosten im jeweiligen Bundesland, der Materialaufwand, die Zugänglichkeit der Baustelle und bei Heizungen die Komplexität der Anlage.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Stundenlohn Monteur 65-95 EUR/Stunde Höher in Ballungsräumen und Süddeutschland, niedriger in strukturschwachen Regionen
Heizungstausch (Gasbrennwert, Einfamilienhaus) 6.000-12.000 EUR Abhängig von Leistungsgröße, Rohrleitungsaufwand und Hersteller
Wärmepumpe Luft-Wasser (Einfamilienhaus, komplett) 15.000-28.000 EUR Inklusive Speicher, Regelung und Installation; ohne Erdarbeiten
Badezimmersanierung (Sanitär, ohne Fliesen) 3.500-8.000 EUR Abhängig von Ausstattungsniveau und Leitungsaufwand
Jährliche Heizungswartung 120-250 EUR Gasheizungen günstiger als Öl; Wärmepumpen im unteren Bereich
Hydraulischer Abgleich (Einfamilienhaus) 300-800 EUR Je nach Anzahl der Heizkörper und Heizkreise

Alle Preisangaben sind Richtwerte auf Basis marktüblicher Preise in Deutschland 2026 und können je nach Region, Materialwahl und Einzelfall erheblich abweichen. Holen Sie mindestens zwei bis drei Vergleichsangebote ein, um den für Ihr Projekt angemessenen Preis einzuschätzen.

Woran Sie einen guten SHK-Betrieb erkennen

Bei der Wahl eines SHK-Betriebs kommt es auf Zulassung, Transparenz und Erfahrung mit der jeweiligen Anlagenart an.

  1. Eintrag in die HandwerksrolleSHK ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Prüfen Sie, ob der Betrieb bei der zuständigen Handwerkskammer eingetragen ist, was sich über das öffentliche Verzeichnis der Handwerkskammern im Internet überprüfen lässt.
  2. Erfahrung mit der konkreten AnlageNicht jeder SHK-Betrieb hat gleich viel Erfahrung mit Wärmepumpen oder Solarthermie. Fragen Sie gezielt nach Referenzprojekten mit der Anlagenart, die Sie planen, und lassen Sie sich Nachweise oder Fotos zeigen.
  3. Schriftliches und detailliertes AngebotEin seriöser Betrieb legt ein schriftliches Angebot vor, in dem Material, Arbeit und etwaige Nebenleistungen einzeln aufgeführt sind. Pauschalangebote ohne Positionsliste erschweren den Vergleich und die spätere Prüfung der Rechnung.
  4. Hersteller- und HerstellerschulungenFür den Einbau bestimmter Wärmepumpen oder Solaranlagen setzen Hersteller geschulte Fachbetriebe voraus, was oft Voraussetzung für die Herstellergarantie ist. Fragen Sie, ob der Betrieb für die vorgesehene Marke zertifiziert ist.
  5. Klare Aussagen zur FörderberatungFür Heizungsanlagen sind staatliche Fördermittel über die BAFA und die KfW verfügbar, für die ein Energieeffizienz-Experte oder ein Fachbetrieb bestimmte Nachweise erbringen muss. Ein guter Betrieb kennt die aktuellen Fördervoraussetzungen und weist Sie proaktiv darauf hin.
  6. Erreichbarkeit und NotdienstangebotHeizungsausfälle treten oft in der Heizperiode und außerhalb der Geschäftszeiten auf. Klären Sie vor Auftragsvergabe, ob der Betrieb einen Bereitschaftsdienst anbietet und wie schnell er im Störungsfall reagieren kann.

Angebote richtig vergleichen

Ein seriöses Angebot eines SHK-Betriebs enthält eine Positionsliste mit Materialbezeichnungen inklusive Hersteller und Typenbezeichnung, Arbeitsstunden oder Pauschalen je Gewerk sowie Angaben zu Entsorgungskosten und etwaigen Nebenarbeiten wie Stemm- oder Putzarbeiten. Fehlen diese Angaben, ist ein Preisvergleich mit anderen Angeboten kaum möglich, und Nachforderungen sind schwerer zu bestreiten. Achten Sie außerdem darauf, ob die Kosten für den hydraulischen Abgleich, die Inbetriebnahme, die Abnahme durch den Schornsteinfeger und die Einweisung in die Bedienung bereits enthalten sind.

Für größere Projekte wie einen Heizungstausch oder eine Badsanierung sind mindestens drei Angebote empfehlenswert, um Preisunterschiede und unterschiedliche Materialwahl einschätzen zu können. Weicht ein Angebot deutlich nach unten ab, prüfen Sie genau, welche Positionen fehlen oder ob günstigere Materialien eingeplant wurden. Günstigste Angebote sind nicht automatisch das wirtschaftlichste, wenn Qualität oder Vollständigkeit der Leistung abweichen.

Häufige Fragen

Was macht ein Heizungsbauer?

Ein Heizungsbauer plant, installiert und wartet Heizungsanlagen, Warmwassersysteme und Klimaanlagen in Gebäuden. Zum Aufgabenbereich gehören der Einbau von Gas-, Öl- und Pelletheizungen, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen sowie die Installation von Rohrleitungen, Heizkörpern und Regelungstechnik. Daneben führen Heizungsbauer jährliche Wartungen und Störungsbehebungen durch und beraten bei der Auswahl förderfähiger Anlagen.

Was kostet ein Heizungsbauer pro Stunde?

Der Stundenlohn eines Heizungsbauers liegt in Deutschland 2026 in der Regel zwischen 65 und 95 EUR netto je nach Region und Betrieb. In Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Hamburg sind Sätze am oberen Ende der Spanne üblich, während ländliche Regionen in Ostdeutschland günstiger liegen. Hinzu kommen Fahrtkosten, die viele Betriebe pauschal oder nach Kilometer abrechnen.

Was kostet ein Heizungstausch im Einfamilienhaus?

Für den Austausch einer Gasbrennwertheizung im Einfamilienhaus sind grob 6.000 bis 12.000 EUR einzuplanen, eine Wärmepumpe kostet inklusive Installation 15.000 bis 28.000 EUR. Die genauen Kosten hängen von der Heizlast des Gebäudes, dem Rohrleitungsaufwand und dem gewählten Hersteller ab. Über BAFA-Förderung lassen sich bei Wärmepumpen und anderen erneuerbaren Heizungen je nach Einkommenssituation und Effizienzklasse erhebliche Anteile der Investitionskosten erstatten.

Wann muss ich einen Heizungsbauer beauftragen?

Sobald Arbeiten an der Heizungsanlage, den Gasleitungen oder der Trinkwasserinstallation anfallen, ist ein zugelassener SHK-Betrieb gesetzlich vorgeschrieben. Das gilt insbesondere für den Anschluss von Gasgeräten, den Einbau von Wärmeerzeugern und alle Änderungen an der Trinkwasserinstallation nach DIN EN 806. Eigenleistungen an diesen Anlagen sind aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen nicht zulässig.

Welche Förderung gibt es für eine neue Heizungsanlage?

Für den Einbau effizienter Heizungsanlagen wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermieanlagen gewährt das BAFA Investitionszuschüsse im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, bei niedrigem Einkommen und Selbstnutzung können weitere Boni hinzukommen. Ihr SHK-Betrieb muss als Energieeffizienz-Fachunternehmen registriert sein und die Anlage entsprechend dokumentieren, um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen.

Wie oft muss eine Heizung gewartet werden?

Gasheizungen und Ölheizungen sollten mindestens einmal jährlich von einem Fachbetrieb gewartet werden, da dies in vielen Fällen auch Voraussetzung für die Herstellergarantie ist. Bei Wärmepumpen empfehlen Hersteller Wartungsintervalle von ein bis zwei Jahren je nach Anlagentyp. Wer die Wartung vernachlässigt, riskiert höhere Energiekosten, vorzeitigen Verschleiß und im Schadensfall Schwierigkeiten mit der Haftpflicht- oder Gebäudeversicherung.

Wie finde ich einen Heizungsbauer in meiner Region?

Über regionale Firmenverzeichnisse wie dieses können Sie SHK-Betriebe nach Standort filtern und direkt Kontakt aufnehmen. Ergänzend empfiehlt sich eine Überprüfung des Eintrags in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer sowie das Einholen von mindestens drei schriftlichen Angeboten, um Preise und Leistungsumfang sinnvoll vergleichen zu können.