hoch&tiefbau.de

Maler und Lackierer

Maler und Lackierer streichen, tapezieren und beschichten Wände, Decken, Fassaden und Bauteile im Innen- und Außenbereich. Man beauftragt sie für Renovierungen, Neubauten und gestalterische Arbeiten, bei denen Oberflächen vorbereitet, behandelt oder optisch verändert werden sollen.

Verzeichnis im Aufbau

Für dieses Gewerk sind noch keine Betriebe freigeschaltet.

Noch kein Eintrag für Maler und Lackierer. Wir bauen das Verzeichnis Gewerk für Gewerk auf. Betriebe können sich jetzt eintragen und sind ab dem ersten Tag sichtbar.

Beliebte Orte

Sobald Betriebe eingetragen sind, finden Sie sie hier nach Ort.

Was macht ein Maler und Lackierer?

Maler und Lackierer bereiten Untergründe vor, tragen Farben, Lacke, Lasuren und andere Beschichtungen auf und verlegen Tapeten oder textile Wandbeläge. Zu ihrem Kerngeschäft gehören Innenanstriche an Wänden und Decken, Holz- und Metallbeschichtungen, Bodenversiegelungen sowie der Schutzanstrich von Fassaden. Im gewerblichen Bereich übernehmen sie auch Korrosionsschutz und Brandschutzanstriche an Stahlkonstruktionen.

Typische Auftragslagen reichen von der einfachen Wohnungsrenovierung über den Neubauausbau bis zur Fassadensanierung. Im Neubau arbeiten Maler in der Regel als letztes Gewerk, weil sämtliche Rohbau- und Ausbauarbeiten abgeschlossen sein müssen. Bei Renovierungen dagegen wird der Maler oft als erstes beauftragt, weil ein frischer Anstrich keine Folgegewerke benötigt.

Die Abgrenzung zu benachbarten Gewerken ist im Alltag wichtig: Trockenbauer stellen Wände und Decken aus Gipskarton auf und verspachteln sie, geben die Flächen dann aber roh an den Maler weiter. Bodenleger verlegen Parkett, Fliesen oder Teppich — Bodenversiegelungen oder -beschichtungen auf Beton übernehmen dagegen häufig Maler. Stuckateure und Putzer bringen Innen- und Außenputz auf, während das Streichen des Putzes zum Gewerk der Maler gehört. Wer sich nicht sicher ist, welches Gewerk zuständig ist, klärt das am besten in einem gemeinsamen Aufmaßtermin.

Leistungen im Überblick

Das Leistungsspektrum von Maler- und Lackiererbetrieben reicht weit über den einfachen Wandanstrich hinaus.

  • Innenanstriche und DeckenarbeitenWände und Decken werden gespachtelt, grundiert und in einem oder mehreren Arbeitsgängen gestrichen. Je nach Untergrund und gewünschtem Ergebnis kommen Dispersionsfarben, Kalkfarben, Silikatfarben oder Lehmfarben zum Einsatz.
  • TapezierarbeitenMaler bringen Raufasertapeten, Papiertapeten, Vliestapeten und textile Wandbeläge auf. Dazu zählt das Entfernen alter Tapeten und das Ausgleichen des Untergrunds, damit die neue Tapete sauber haftet.
  • Holz- und MetallbeschichtungenTüren, Fensterrahmen, Heizkörper, Geländer und Stahlbauteile werden geschliffen, grundiert und mit Lack oder Lasur versehen. Mehrschichtige Systeme schützen vor Korrosion, Witterung und mechanischer Beanspruchung.
  • FassadenarbeitenAußenfassaden werden gereinigt, ausgebessert, grundiert und mit fassadengerechten Farben beschichtet. Der Maler beurteilt, ob der vorhandene Putz tragfähig ist oder ob zunächst ein Stuckateur tätig werden muss.
  • Untergrundvorbereitung und SpachtelarbeitenRisse, Löcher und unebene Stellen werden gespachtelt und geschliffen, bevor eine Beschichtung aufgebracht wird. Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung entscheidet maßgeblich über Haltbarkeit und optisches Ergebnis.
  • Bodenversiegelungen und -beschichtungenBetonböden, Garagen- und Kellerböden sowie Industrieböden erhalten Epoxidharz- oder Polyurethanbeschichtungen, die Schutz und Pflegeleichtigkeit verbessern. Der Untergrund muss dafür trocken, tragfähig und staubfrei sein.
  • Gestaltende TechnikenSpachteltechniken, Marmorierungen, Schablonenanstriche und dekorative Effektputze gehören zum Leistungsangebot spezialisierter Betriebe. Solche Arbeiten sind zeitintensiver und werden in der Regel nach Stunden oder als Pauschalpreis abgerechnet.

Was kostet ein Maler und Lackierer?

Malerarbeiten werden je nach Aufgabe entweder als Einheitspreis pro m2 oder nach tatsächlichem Stundenaufwand abgerechnet. Den Preis treiben vor allem der Vorbereitungsaufwand des Untergrunds, die Anzahl der Arbeitsgänge, die Raumhöhe und der Materialeinsatz.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Stundenlohn Maler (netto) 45-70 EUR/Stunde Je nach Region, Betriebsgröße und Spezialisierung; Großstädte tendenziell am oberen Ende
Wand streichen (Material inklusive) 8-18 EUR/m2 Einfacher Untergrund, zwei Anstriche; höherer Wert bei Spachtelarbeiten oder Spezialfarbe
Wand tapezieren (Material inklusive) 12-25 EUR/m2 Vliestapete günstiger als Naturtextil; Preis steigt bei altem Tapeten-Untergrund
Fassade streichen (Material inklusive) 15-30 EUR/m2 Eingerüstete Fläche; Gerüstkosten werden separat berechnet
Tür oder Fensterrahmen lackieren 80-200 EUR/Stück Abhängig von Größe, Schleif- und Grundieraufwand sowie Lackqualität
Betonboden versiegeln (Epoxid) 20-45 EUR/m2 Mehrere Schichten, Untergrundvorbereitung inklusive; Farbwahl und Schichtdicke bestimmen Preis

Diese Spannen sind Richtwerte für Deutschland im Jahr 2026 und können regional erheblich abweichen. In Ballungsräumen und wirtschaftsstarken Regionen liegen die Preise oft 15 bis 25 Prozent über dem Durchschnitt, während ländliche Gebiete günstiger sein können.

Woran Sie einen guten Maler und Lackierer erkennen

Ein qualifizierter Betrieb ist an einigen konkreten Merkmalen erkennbar, bevor die ersten Pinselstriche gesetzt werden.

  1. Eintragung in die HandwerksrolleMaler und Lackierer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk, der Betrieb muss in der Handwerksrolle der zuständigen Handwerkskammer eingetragen sein. Sie können den Eintrag über die Handwerkssuche des Zentralverbands des Deutschen Handwerks prüfen.
  2. Aufmaß vor AngebotserstellungEin seriöser Betrieb kommt vor der Angebotserstellung zur Besichtigung, misst die Flächen selbst und beurteilt den Zustand des Untergrunds. Angebote, die ohne Besichtigung per Telefon oder E-Mail pauschal kalkuliert werden, sind kaum belastbar.
  3. Schriftliches, detailliertes AngebotDas Angebot muss Leistungen, Materialien, Einheiten und Preise einzeln ausweisen, nicht nur eine Gesamtsumme nennen. Fehlende Positionen oder vage Formulierungen wie "alle Malerarbeiten" führen später zu Streit über den Leistungsumfang.
  4. Referenzen und Fotos vergleichbarer ProjekteFragen Sie gezielt nach Referenzen ähnlicher Arbeiten, also Fassadenprojekte für Fassadenarbeiten, Innenausbau für Renovierungen. Seriöse Betriebe stellen Referenzen bereit oder ermöglichen Rückfragen bei früheren Auftraggebern.
  5. Klare Aussagen zu Beginn und DauerEin verlässlicher Betrieb nennt verbindliche Terminzusagen für Beginn und voraussichtliches Ende der Arbeiten. Vage Formulierungen wie "sobald wir Zeit haben" deuten auf mangelnde Kapazitätsplanung hin.
  6. Gewährleistung und HaftpflichtversicherungHandwerksbetriebe haften fünf Jahre auf Mängelfreiheit ihrer Werkleistung nach BGB. Fragen Sie zusätzlich nach der Betriebshaftpflichtversicherung, damit Schäden an Ihrem Eigentum im Schadensfall gedeckt sind.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot eines Malerbetriebs enthält die genauen Flächen in m2 oder laufenden Metern, die verwendeten Materialien mit Herstellerangabe oder zumindest Produktgattung, die Anzahl der Arbeitsgänge (Grundierung, erster Anstrich, zweiter Anstrich) sowie die Preise je Position getrennt nach Lohn und Material. Häufig fehlen in Angeboten die Kosten für Abdeckarbeiten, das Abkleben von Fenstern, Sockelleisten und Böden, die Entsorgung alter Materialien sowie Nebenleistungen wie Möbelrücken oder Gerüstplanung. Diese Positionen werden bei unpräzisen Angeboten oft als Nachtragsarbeiten in Rechnung gestellt und treiben den Endpreis deutlich über den ursprünglich genannten Wert.

Für Aufträge ab etwa 2.000 EUR Auftragswert empfiehlt es sich, mindestens drei Angebote einzuholen. Achten Sie beim Vergleich nicht allein auf den Gesamtpreis, sondern darauf, ob die gleichen Leistungen enthalten sind. Ein deutlich günstigeres Angebot kann bedeuten, dass Arbeitsgänge fehlen, minderwertige Materialien einkalkuliert sind oder der Betrieb die Flächen nach Sichtung nicht genau aufgemessen hat. Fragen Sie im Zweifelsfall nach, welche Position den Unterschied erklärt.

Häufige Fragen

Was kostet ein Maler pro Stunde?

Der Stundenlohn eines Malerbetriebs liegt in Deutschland 2026 in der Regel zwischen 45 und 70 EUR netto. Die genaue Höhe hängt von der Region, der Betriebsgröße und der Art der Arbeit ab. In Großstädten und Ballungsräumen liegen die Sätze häufig am oberen Ende dieser Spanne. Viele Betriebe rechnen standardmäßig nach Einheitspreisen pro m2 ab, wenn die Flächen klar definiert sind.

Was kostet ein Maler pro Quadratmeter mit Material?

Für einen normalen Wandanstrich mit Material rechnen Sie in Deutschland mit 8 bis 18 EUR pro m2. Am unteren Ende liegen einfache Flächen mit tragfähigem Untergrund und Standardfarbe in zwei Arbeitsgängen. Der Preis steigt, wenn der Untergrund gespachtelt werden muss, Spezialfarben gewünscht werden oder mehr als zwei Anstriche erforderlich sind. Fassadenarbeiten kosten durch Gerüst und aufwendigere Materialien 15 bis 30 EUR pro m2.

Was kostet ein Maler ohne Material?

Reine Lohnkosten ohne Material liegen je nach Aufgabe bei etwa 5 bis 12 EUR pro m2 für einen einfachen Wandanstrich. Dieser Wert ist schwer pauschal anzugeben, weil er stark vom Vorbereitungsaufwand abhängt. Manche Betriebe bieten auf Wunsch Lohnarbeiten an, wenn der Auftraggeber die Farbe selbst bereitstellt. Lassen Sie sich in diesem Fall genau aufschlüsseln, welche Materialien Sie beschaffen müssen, damit keine Lücken entstehen.

Was kostet ein Maler für eine Wohnung?

Für eine vollständige Renovierung einer 80 m2 Wohnung mit Streichen aller Wände und Decken rechnen Sie grob mit 2.000 bis 5.000 EUR inklusive Material. Die Spanne ist groß, weil der Zustand der Wände, die gewünschten Farben und die Anzahl der Räume stark variieren. Hinzu kommen etwaige Kosten für Tapezierarbeiten, das Abschleifen alter Anstriche oder das Streichen von Türen und Fensterfaschen. Ein genaues Angebot ist nur nach Aufmaß vor Ort möglich.

Welcher Maler hat sich das Ohr abgeschnitten?

Es handelt sich um den niederländischen Maler Vincent van Gogh, der sich im Dezember 1888 in Arles einen Teil seines linken Ohrs abtrennte. Van Gogh war kein Handwerker im Sinne eines Malerbetriebs, sondern ein Künstler der Post-Impressionismus. Für Handwerksleistungen rund ums Streichen und Beschichten von Gebäuden vermittelt dieses Verzeichnis Maler- und Lackiererbetriebe aus dem Bauhandwerk.

Welcher Flughafen ist nach einem Maler benannt?

Der Flughafen Leonardo da Vinci in Rom (offiziell Fiumicino) ist nach dem Renaissance-Universalgelehrten und Maler Leonardo da Vinci benannt. Auch der Flughafen Bergamo trägt den Namen Orio al Serio, ist aber inoffiziell nach dem Maler Caravaggio bekannt. Für Fragen rund um Malerhandwerk und Lackiererleistungen in Deutschland finden Sie in diesem Verzeichnis die passenden Betriebe.

Wie viele Angebote sollte ich für Malerarbeiten einholen?

Für Aufträge ab etwa 2.000 EUR empfiehlt es sich, mindestens drei Angebote von verschiedenen Betrieben einzuholen. So erhalten Sie eine realistische Einschätzung des Marktpreises und können Leistungsumfang und Qualität vergleichen. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Angebote denselben Leistungsumfang abbilden, da sonst ein rein preislicher Vergleich irreführend ist.