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Energieberatung Gebäude

Ein Energieberater für Gebäude analysiert den energetischen Zustand von Wohn- und Nichtwohngebäuden und zeigt auf, welche Maßnahmen den Verbrauch senken und den Gebäudewert erhalten. Eigentümer beauftragen ihn vor einer Sanierung, beim Kauf einer Immobilie oder wenn sie Fördermittel von KfW oder BAFA beantragen wollen.

1 Betrieb in 9 Orten eingetragen

Eingetragene Betriebe

VIP- und Pro-Einträge stehen oben. Alle Angaben stammen von den Betrieben selbst oder aus öffentlichen Registern.

studioA Architekten

Paul-Friedländer-Straße 6, 65203 Wiesbaden

VIP

Architektur und Innenarchitektur aus einer Hand — Neubau, Bauen im Bestand und Corporate Architecture in Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet.

  • Neubau
  • Umbau
  • Sanierung
  • Energetische Sanierung

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Was gehört zur Energieberatung?

Ein Energieberater für Gebäude bewertet, wie viel Energie ein Gebäude verbraucht und wo die größten Verluste entstehen. Dazu prüft er Gebäudehülle, Heizungsanlage, Lüftung, Warmwasserbereitung und gegebenenfalls vorhandene Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen. Auf Basis dieser Bestandsaufnahme erstellt er ein Sanierungskonzept, das einzelne Maßnahmen nach Kosten, Einsparung und Priorität ordnet und als Grundlage für Förderanträge dient.

Typische Auftragslagen sind die Vorbereitung einer umfassenden energetischen Sanierung, die Begleitung eines Neubaus nach dem Gebäudeenergiegesetz, die Ausstellung oder Verlängerung eines Energieausweises sowie die Antragstellung für Bundesförderprogramme für effiziente Gebäude (BEG). Immer öfter werden Energieberater auch beim Immobilienkauf hinzugezogen, um den energetischen Zustand eines Bestandsgebäudes einzuschätzen und mögliche Sanierungskosten realistisch abzuschätzen.

Energieberater planen und bauen nicht selbst, sie beraten und koordinieren. Die eigentlichen Sanierungsarbeiten — Dämmung, Fensterwechsel, Heizungstausch — führen Handwerksbetriebe der jeweiligen Gewerke aus. Der Energieberater grenzt sich vom Architekten dadurch ab, dass er keinen umfassenden Bauentwurf erstellt, sondern sich auf die energetische Bewertung und Optimierung konzentriert. Von einem Energieauditor nach DIN EN 16247 unterscheidet er sich durch die stärkere Ausrichtung auf Wohngebäude und die Fördermittelbegleitung.

Leistungen im Überblick

Energieberater für Gebäude decken ein breites Spektrum ab, das von der ersten Bestandsaufnahme bis zur begleitenden Qualitätskontrolle während der Sanierung reicht.

  • Energetische BestandsaufnahmeDer Berater besichtigt das Gebäude, erfasst alle relevanten Bauteil- und Anlagendaten und wertet vorhandene Verbrauchsdaten aus. Das Ergebnis ist eine dokumentierte Ist-Analyse, auf der alle weiteren Schritte aufbauen.
  • Sanierungsfahrplan (iSFP)Der individuelle Sanierungsfahrplan nach BAFA-Vorgaben beschreibt Schritt für Schritt, in welcher Reihenfolge Maßnahmen sinnvoll umzusetzen sind. Er ist Voraussetzung für den iSFP-Bonus bei der BEG-Förderung und damit bares Geld für Eigentümer.
  • EnergieausweisEnergieberater stellen sowohl bedarfsbasierte als auch verbrauchsbasierte Energieausweise aus, die beim Verkauf oder der Vermietung von Gebäuden gesetzlich vorgeschrieben sind. Der Bedarfsausweis erfordert eine vollständige Gebäudeaufnahme und ist aussagekräftiger als der Verbrauchsausweis.
  • Förderantrag und FachplanernachweisFür KfW- und BAFA-Förderung müssen Anträge von einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE) bestätigt werden. Der Berater übernimmt die Antragsstellung, prüft die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und stellt die erforderlichen Bestätigungen aus.
  • BaubegleitungWährend der Sanierung prüft der Energieberater, ob die ausgeführten Arbeiten den geplanten energetischen Standards entsprechen, etwa bei der Dämmstärke oder der Luftdichtheitsebene. Diese Baubegleitung ist bei bestimmten KfW-Programmen Pflicht und wird separat gefördert.
  • ThermografieuntersuchungMit einer Wärmebildkamera lassen sich Wärmebrücken, Leckagen in der Dämmung und undichte Stellen in der Gebäudehülle sichtbar machen. Die Untersuchung erfolgt in der Regel in der Heizperiode und liefert präzise Hinweise auf Schwachstellen.
  • Blower-Door-Test und LuftdichtheitsmessungDer Luftdichtheitstest misst, wie stark die Gebäudehülle undicht ist, und ist bei neuen oder kernsanierten Gebäuden oft Bestandteil der Abnahme. Der Berater beauftragt oder koordiniert den Test und bewertet das Ergebnis im Kontext des Gesamtkonzepts.

Was kostet eine Energieberatung?

Energieberatung wird überwiegend nach Zeitaufwand oder als Pauschalpreis für ein definiertes Leistungspaket abgerechnet. Preistreiber sind die Gebäudegröße, der Beratungsumfang, die Komplexität der Haustechnik sowie die regionale Nachfrage nach qualifizierten Energieeffizienz-Experten.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Erstgespräch und Kurzcheck 0-150 EUR pauschal Oft kostenlos oder anrechenbar auf folgende Leistungen
Energieberatung Einfamilienhaus (iSFP) 1.200-2.000 EUR pauschal BAFA fördert bis zu 80 % der Beratungskosten, max. 1.300 EUR für Ein- und Zweifamilienhäuser
Energieberatung Mehrfamilienhaus (iSFP) 1.700-3.500 EUR pauschal BAFA fördert bis zu 80 %, max. 1.700 EUR; Preis steigt mit Einheitenzahl
Energieausweis (bedarfsbasiert, EFH) 300-600 EUR pauschal Aufwand abhängig von verfügbaren Bauplänen und Anlagendaten
Baubegleitung (geförderte Sanierung) 50-90 EUR pro Stunde oder 500-2.500 EUR pauschal KfW fördert Baubegleitung separat; Pauschalangebote häufiger bei klar definierten Projekten
Thermografieuntersuchung EFH 250-600 EUR pauschal Preis abhängig von Gebäudegröße und Auswertungstiefe des Berichts

Die genannten Preise sind Richtwerte auf Basis marktüblicher Honorare in Deutschland. Regional, insbesondere in Ballungsräumen, können Honorare spürbar höher liegen; förderfähige Nettokosten nach BAFA-Zuschuss können erheblich unter den Bruttopreisen liegen.

Woran Sie eine gute Energieberatung erkennen

Qualifikation und Unabhängigkeit sind die wichtigsten Auswahlkriterien bei einem Energieberater, weil seine Empfehlungen direkt über Förderhöhe und Sanierungserfolg entscheiden.

  1. Zulassung als Energieeffizienz-Experte (EEE)Nur in der Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena) eingetragene Berater können Fördermittel von KfW und BAFA bestätigen. Prüfen Sie die Zulassung direkt unter energieeffizienz-experten.de, da die Eintragung regelmäßig aktualisiert werden muss.
  2. Relevante GrundqualifikationSeriöse Energieberater haben einen anerkannten Berufsabschluss im Bau- oder Ingenieurwesen — etwa als Architekt, Bauingenieur, Techniker oder Handwerksmeister — und eine spezifische Weiterbildung zur Energieberatung. Fragen Sie nach der Grundausbildung und den absolvierten Fortbildungen.
  3. Produktneutralität und UnabhängigkeitEnergieberater sollten keine Produkte oder Hersteller empfehlen, an denen sie wirtschaftlich beteiligt sind. Fragen Sie ausdrücklich, ob der Berater Vergütungen von Handwerksbetrieben, Herstellern oder Energieversorgern erhält.
  4. Klarer Leistungsumfang im AngebotEin seriöser Berater benennt vorab genau, was er liefert: Bestandsaufnahme vor Ort, Bericht mit Maßnahmenübersicht, Förderantragstellung, Anzahl enthaltener Vor-Ort-Termine. Pauschale Zusagen ohne definierten Leistungsinhalt sind ein Warnzeichen.
  5. Nachvollziehbare BerechnungsgrundlagenDer abschließende Bericht sollte die verwendeten Berechnungsverfahren, Normen und Eingangsdaten transparent ausweisen. Nur dann können Sie oder ein weiterer Fachmann die Ergebnisse nachprüfen und im Förderantrag belegen.
  6. Referenzen und Erfahrung mit vergleichbaren GebäudenEin Berater, der hauptsächlich Einfamilienhäuser aus den 1970er-Jahren berät, ist nicht zwingend die erste Wahl für ein denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus. Fragen Sie gezielt nach abgeschlossenen Projekten, die Ihrem Vorhaben ähneln.

Angebote richtig vergleichen

Ein vollständiges Angebot eines Energieberaters sollte mindestens folgende Punkte enthalten: die Anzahl und Dauer der Vor-Ort-Termine, den Umfang des schriftlichen Berichts inklusive Maßnahmenbeschreibung und Wirtschaftlichkeitsberechnung, die Übernahme der Förderantragstellung sowie die Ausstellung der erforderlichen Bestätigungen nach BEG. Fehlt die Vor-Ort-Begehung oder wird der Bericht nur als kurze Checkliste beschrieben, ist das Angebot nicht mit einem vollständigen Sanierungsfahrplan vergleichbar. Ebenfalls häufig nicht im Basisangebot enthalten: Baubegleitung, Thermografie und die Koordination zwischen mehreren Handwerksbetrieben.

Für eine energetische Erstberatung oder einen Sanierungsfahrplan sollten Sie mindestens zwei bis drei Angebote einholen, da Honorare auch bei vergleichbarem Leistungsumfang deutlich voneinander abweichen können. Vergleichen Sie ausschließlich Angebote, die denselben Leistungsinhalt ausweisen, und fragen Sie nach dem Nettobetrag nach BAFA-Förderung, da dieser Ihre tatsächliche Belastung bestimmt. Günstige Angebote, die keine Vor-Ort-Begehung vorsehen, sind in der Regel nicht förderfähig und liefern keine belastbaren Grundlagen für eine Sanierungsentscheidung.

Häufige Fragen

Was kostet eine Energieberatung für ein Einfamilienhaus?

Eine vollständige Energieberatung mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) kostet für ein Einfamilienhaus in der Regel zwischen 1.200 und 2.000 EUR brutto. Die BAFA fördert diese Beratung mit bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 1.300 EUR für Ein- und Zweifamilienhäuser, sodass Eigentümer oft nur 200 bis 500 EUR selbst tragen. Voraussetzung ist, dass der Berater in der Expertenliste der dena gelistet ist und der Antrag vor Beauftragung gestellt wird.

Was kostet eine Energieberatung für die KfW-Förderung?

Für KfW-geförderte Sanierungsmaßnahmen benötigen Sie einen zugelassenen Energieeffizienz-Experten (EEE), der die Antragsunterlagen bestätigt und gegebenenfalls eine Baubegleitung übernimmt. Die Honorare für diese Leistungen liegen typischerweise zwischen 500 und 2.500 EUR, abhängig vom Projektumfang und der Anzahl der Begleitbesuche. Die KfW fördert die Baubegleitung selbst mit einem Zuschuss von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 4.000 EUR pro Vorhaben.

Ist eine Energieberatung steuerlich absetzbar?

Ja, Energieberatungskosten können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend gemacht werden. Seit 2020 können Eigentümer selbstgenutzter Wohngebäude energetische Sanierungsmaßnahmen einschließlich vorgelagerter Energieberatung über § 35c EStG mit 20 Prozent der Kosten, verteilt auf drei Jahre, von der Steuerschuld abziehen. Die Inanspruchnahme von Steuerermäßigung und BAFA-Zuschuss für dieselben Kosten ist jedoch nicht zulässig — Sie müssen sich für einen der beiden Wege entscheiden.

Was kostet eine Energieberatung vor Ort?

Eine Beratung, die eine vollständige Vor-Ort-Begehung einschließt, kostet pauschal in der Regel ab 800 EUR, häufig zwischen 1.200 und 2.000 EUR für ein Einfamilienhaus. Reine Fernberatungen ohne Begehung sind günstiger, aber für einen förderfähigen Sanierungsfahrplan nicht ausreichend, da die tatsächliche Gebäudesubstanz vor Ort aufgenommen werden muss. Stündlich abgerechnete Vor-Ort-Termine liegen üblicherweise bei 80 bis 120 EUR pro Stunde.

Warum sollte man eine Energieberatung beauftragen?

Eine Energieberatung zeigt systematisch auf, an welchen Stellen ein Gebäude die meiste Energie verliert und welche Maßnahmen das beste Verhältnis von Kosten zu Einsparung bieten. Ohne diese Analyse werden Sanierungsmaßnahmen oft in der falschen Reihenfolge oder ohne ausreichende Dimensionierung umgesetzt, was Folgekosten verursacht oder Fördermittel ausschließt. Darüber hinaus ist ein zugelassener Energieberater für viele KfW- und BAFA-Förderungen gesetzlich vorgeschrieben.

Was kostet eine Energieberatung insgesamt, wenn man alle Leistungen einrechnet?

Die Gesamtkosten hängen stark davon ab, welche Leistungen beauftragt werden. Ein Sanierungsfahrplan für ein Einfamilienhaus kostet brutto 1.200 bis 2.000 EUR, eine zusätzliche Baubegleitung 500 bis 2.500 EUR, eine Thermografie 250 bis 600 EUR. In Summe können vollständig begleitete Sanierungsprojekte auf 2.000 bis 5.000 EUR Beratungskosten kommen, bevor Förderungen abgezogen werden. Nach Abzug von BAFA- und KfW-Zuschüssen liegt die tatsächliche Eigenbeteiligung meist erheblich darunter.

Wie finde ich einen zugelassenen Energieberater in meiner Region?

Zugelassene Energieeffizienz-Experten für Bundesförderungen sind in der dena-Expertenliste unter energieeffizienz-experten.de recherchierbar, gefiltert nach Postleitzahl und Gebäudetyp. Darüber hinaus vermittelt die Verbraucherzentrale in vielen Bundesländern geförderte Erstberatungen über ihr Netzwerk. Achten Sie darauf, dass der gefundene Berater tatsächlich für die von Ihnen angestrebten Förderprogramme zugelassen ist, da die Zulassungen programmspezifisch unterschiedlich sein können.