hoch&tiefbau.de

Breitbandausbau

Glasfaserbau-Unternehmen planen und verlegen Glasfaserleitungen sowie die zugehörige Netzinfrastruktur für schnelle Breitbandanschlüsse in Wohn- und Gewerbegebieten. Sie werden beauftragt, wenn Grundstücke, Gebäude oder ganze Ortschaften ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen.

Verzeichnis im Aufbau

Für dieses Gewerk sind noch keine Betriebe freigeschaltet.

Noch kein Eintrag für Breitbandausbau. Wir bauen das Verzeichnis Gewerk für Gewerk auf. Betriebe können sich jetzt eintragen und sind ab dem ersten Tag sichtbar.

Beliebte Orte

Sobald Betriebe eingetragen sind, finden Sie sie hier nach Ort.

Was macht ein Glasfaserbauunternehmen?

Betriebe im Glasfaserbau führen alle Tiefbauarbeiten aus, die für den Aufbau eines Glasfasernetzes erforderlich sind. Dazu gehören das Trassieren und Ausheben von Kabelgräben, das Verlegen von Leerrohren und Glasfaserkabeln sowie das Herstellen von Hauseinführungen und Verteilerpunkten. Auch der Einbau von Schachtbauwerken, Muffen und Verteilergehäusen sowie das Wiederherstellen von Oberflächen nach den Grabungsarbeiten fallen in diesen Aufgabenbereich.

Typische Aufträge kommen von Netzbetreibern, Telekommunikationsunternehmen und Stadtwerken, die großflächige Ausbauprojekte vergeben, aber auch von Wohnungseigentümern oder Hausverwaltungen, die eine Hauseinführung oder die Verkabelung innerhalb eines Gebäudes in Auftrag geben. Gerade im Mehrfamilienhaus ist der Ausbau oft zweigeteilt: Der Außenanschluss bis zur Grundstücksgrenze wird vom Netzbetreiber organisiert, während die Gebäudeinnenwerkstatt gesondert beauftragt werden muss.

Abzugrenzen ist der Glasfaserbau vom Elektrohandwerk: Die Tiefbauarbeiten und das Verlegen der Kabel im Erdreich sowie in Leerrohrsystemen übernehmen spezialisierte Tiefbau- und Rohrleitungsbauunternehmen. Das Spleißen der Glasfasern, also das optische Verbinden der Kabelenden, sowie die Messungen und Inbetriebnahme des aktiven Netzes führen in der Regel Fachkräfte mit telekommunikationstechnischer Ausbildung durch, die entweder beim selben Betrieb beschäftigt oder als Nachunternehmer eingebunden sind.

Leistungen im Überblick

Im Glasfaserbau umfasst das Leistungsspektrum alle Arbeitsschritte vom ersten Spatenstich bis zur betriebsbereiten Hausübergabe.

  • Trassenplanung und BaugrundvorbereitungVor Baubeginn werden Leitungsverläufe geplant, Bestandsleitungen erkundet und Genehmigungen eingeholt. Auf dieser Grundlage erfolgt die Aussteckung der Trasse auf der Baustelle.
  • Kabelgrabenaushub und LeerrohrmontageMit Baggern oder Kettenfräsen werden Gräben in vorgeschriebener Tiefe und Breite hergestellt, in die dann Schutzrohre und Leerrohrsysteme eingelegt werden. Die Rohrverbände werden lagedokumentiert, damit Wartungsarbeiten später planbar sind.
  • Glasfaserkabelzug und EinblasenGlasfaserkabel werden entweder gezogen oder mit Druckluft in die verlegten Leerrohre eingeblasen. Das Einblasverfahren schont das empfindliche Kabel und ermöglicht auch lange Abschnitte ohne Zwischenmuffe.
  • Hauseinführung und GebäudeverkabelungAm Gebäude wird eine Wanddurchführung hergestellt, durch die das Glasfaserkabel ins Haus geführt wird. Im Mehrfamilienhaus schließt sich die Verteilung über Steigleitungen zu den einzelnen Wohnungsabschlussgeräten an.
  • Spleißen und MesstechnikDie Glasfaserenden werden thermisch oder mechanisch gespleißt und die Verbindungen auf Dämpfungswerte geprüft. Erst nach bestandener Messung gilt eine Strecke als abgenommen.
  • OberflächenwiederherstellungNach dem Kabeleinzug werden Gräben verfüllt, verdichtet und die Oberflächen wiederhergestellt, ob Asphalt, Pflaster oder Grünfläche. Die ordnungsgemäße Wiederherstellung ist Bestandteil des Auftrags und oft Bedingung für die behördliche Schlussabnahme.
  • Dokumentation und BestandsunterlagenAlle verlegten Leitungen werden mit Lage und Tiefe vermessen und in einem Bestandsplan festgehalten. Diese Dokumentation ist für spätere Bauarbeiten und Wartungen unverzichtbar und wird in der Regel digital übergeben.

Was kostet ein Glasfaserbauunternehmen?

Im Glasfaserbau wird überwiegend nach Einheitspreisen abgerechnet, also pro laufendem Meter verlegter Trasse, pro Hausanschluss oder pro Spleißverbindung. Der größte Preistreiber sind die Tiefbaukosten, die stark von Bodenverhältnissen, Oberflächenbelag und lokalen Entsorgungskosten abhängen.

LeistungRichtpreisWas den Preis bestimmt
Grabentiefbau inkl. Wiederverfüllung 35-90 EUR/lfd. m Bodenklasse, Belag (Asphalt teurer als Erde) und Grabenbreite bestimmen die Spanne
Leerrohrmontage (Kunststoff-Schutzrohr) 8-20 EUR/lfd. m Rohranzahl, Durchmesser und Verlegetiefe beeinflussen den Preis
Glasfaserkabelzug oder Einblasverfahren 5-15 EUR/lfd. m Einblasverfahren bei langen Strecken oft günstiger als manuelles Ziehen
Hausanschluss Einfamilienhaus (komplett) 800-2.500 EUR/Anschluss Graben länge zum Hausanschlusskasten und Bodenart sind entscheidend
Hausanschluss Mehrfamilienhaus je Wohneinheit 300-900 EUR/Wohneinheit Anzahl der Wohneinheiten und Gebäudehöhe (Stockwerke) beeinflussen den Aufwand
Spleiß je Faserverbindung 15-40 EUR/Spleiß Abhängig von Faseranzahl, Zugänglichkeit und geforderter Dämpfungsklasse

Diese Werte sind Richtwerte auf Basis üblicher Ausschreibungspreise in Deutschland und können je nach Region, aktuellem Material- und Personalmarkt sowie Projektgröße erheblich abweichen. Kleinere Einzelmaßnahmen liegen preislich oft am oberen Rand, während großvolumige Netzausbauprojekte Mengenrabatte ermöglichen.

Woran Sie ein gutes Glasfaserbauunternehmen erkennen

Bei der Auswahl eines Glasfaserbau-Unternehmens sind Fachkunde, Erfahrung mit vergleichbaren Projekten und lückenlose Dokumentation die wichtigsten Auswahlkriterien.

  1. Nachgewiesene ProjektreferenzenSeriöse Betriebe können abgeschlossene Glasfaser- oder Tiefbauprojekte mit Auftraggeber, Umfang und Ausführungszeitraum benennen. Fragen Sie konkret nach vergleichbaren Projekten in ähnlicher Größenordnung, nicht nur nach allgemeinen Referenzlisten.
  2. Qualifikation der SpleißtechnikerDas optische Spleißen erfordert spezifisch ausgebildetes Personal; viele Netzbetreiber schreiben Herstellerzertifikate vor. Fragen Sie, ob die Spleißtechniker im eigenen Betrieb beschäftigt oder Nachunternehmer sind, und lassen Sie sich entsprechende Nachweise zeigen.
  3. Vollständige AngebotsunterlagenEin belastbares Angebot enthält Einheitspreise für alle Leistungspositionen, keine Pauschalpreise ohne Aufschlüsselung. Fehlen Positionen wie Oberflächenwiederherstellung oder Dokumentation, entstehen diese Kosten später trotzdem.
  4. Gültige Haftpflichtversicherung und SicherheitsleistungenIm Tiefbau können Schäden an Bestandsleitungen entstehen; eine Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme ist Pflicht. Lassen Sie sich die Versicherungsbestätigung unaufgefordert vorlegen.
  5. Klare BauzeitplanungGlasfaserbaustellen in bewohnten Gebieten erfordern eine koordinierte Ablaufplanung, damit Leitungsunterbrechungen und Sperrungen minimiert werden. Ein gutes Unternehmen legt einen verbindlichen Bauzeitenplan vor und kommuniziert Abweichungen frühzeitig.
  6. Übergabe von BestandsdokumentationNach Abschluss der Arbeiten müssen alle Leitungsverläufe mit Koordinaten und Tiefen dokumentiert übergeben werden. Fehlt diese Leistung im Angebot, sollten Sie sie ausdrücklich vereinbaren, da Nachforderungen hier teuer werden können.

Angebote richtig vergleichen

Ein seriöses Angebot im Glasfaserbau ist nach Leistungspositionen gegliedert und benennt Einheitspreise für Grabenaushub, Leerrohrverlegung, Kabelzug, Hauseinführungen, Spleiß- und Messarbeiten sowie Oberflächenwiederherstellung separat. Fehlt eine dieser Positionen, bedeutet das in der Regel nicht, dass die Leistung entfällt, sondern dass sie später als Nachtragsposition in Rechnung gestellt wird. Achten Sie darauf, dass Baunebenleistungen wie Absperrmaßnahmen, Verkehrssicherung und Entsorgung von Aushubmaterial ausdrücklich im Angebot enthalten sind, da diese im städtischen Umfeld schnell einen vierstelligen Betrag ausmachen können.

Für ein Glasfaserhausprojekt sind mindestens zwei, besser drei Vergleichsangebote sinnvoll, da die Preisunterschiede zwischen Anbietern je nach Auftragslage und Betriebsgröße erheblich sein können. Vergleichen Sie Angebote nicht nur anhand des Gesamtpreises, sondern prüfen Sie, ob gleiche Leistungsumfänge angeboten werden. Preisgünstigere Angebote lassen Leistungen wie Dokumentation, Einmessung oder Gewährleistungsfristen bisweilen weg; diese Lücken sollten Sie vor der Beauftragung schriftlich klären.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Glasfaserausbau?

Die Dauer hängt stark vom Umfang des Projekts ab: Ein einzelner Hausanschluss ist in der Regel innerhalb eines bis drei Arbeitstage abgeschlossen, während der Ausbau eines gesamten Straßenzugs oder Wohngebiets mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen kann. Wartezeiten entstehen häufig durch behördliche Genehmigungsverfahren für Grabungsarbeiten im öffentlichen Straßenraum sowie durch die Auslastung der ausführenden Betriebe. Wenn mehrere Gewerke koordiniert werden müssen, etwa Tiefbau und Spleißtechniker, verlängert sich der Ablauf zusätzlich.

Warum dauert der Glasfaserausbau so lange?

Der zeitliche Hauptfaktor ist nicht die eigentliche Bauausführung, sondern das Genehmigungsverfahren: Grabungen im öffentlichen Straßenraum erfordern Aufgrabegenehmigungen der Kommunen, die je nach Behörde mehrere Wochen bis Monate dauern können. Hinzu kommt die Abstimmung mit anderen Leitungsträgern, damit bestehende Versorgungsleitungen nicht beschädigt werden. In Ballungsräumen spielen auch begrenzte Personalkapazitäten bei spezialisierten Tiefbauunternehmen eine Rolle, da die Nachfrage nach Glasfaserbaudienstleistungen das verfügbare Fachpersonal übersteigt.

Wer bezahlt den Glasfaserausbau?

Beim öffentlich geförderten Netzausbau trägt der Netzbetreiber die Kosten für die Verlegung bis zur Grundstücksgrenze; die Hauseinführung und die Innenverkabelung gehen in vielen Förderprogrammen ebenfalls zulasten des Netzbetreibers, wenn der Eigentümer innerhalb der Anmeldefrist zustimmt. Wird ein Anschluss nachträglich außerhalb der Ausbauphasen beantragt, fallen in der Regel Anschlusskosten von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro an, die der Grundstückseigentümer selbst trägt. Im rein privatwirtschaftlichen Ausbau ohne Förderung vereinbaren Netzbetreiber und Eigentümer die Kostenaufteilung individuell.

Ist der Glasfaserausbau durch die Telekom kostenlos?

Die Telekom und andere Netzbetreiber bieten den Glasfaseranschluss in aktiven Ausbauprojekten häufig kostenlos an, wenn der Eigentümer sich innerhalb der beworbenen Frist anmeldet und einen Vertrag abschließt. Außerhalb dieser Fristen oder in nicht geplanten Ausbaugebieten wird ein Anschluss in der Regel kostenpflichtig, wobei die Tiefbaukosten vollständig oder anteilig vom Anschlussnehmer getragen werden müssen. Genaue Konditionen sollten Sie direkt beim jeweiligen Netzbetreiber erfragen, da sie je nach Projekt und Region variieren.

Was kostet der Glasfaserausbau in einem Mehrfamilienhaus?

Die Kosten für die Glasfaserverkabelung in einem Mehrfamilienhaus liegen je nach Anzahl der Wohneinheiten, Gebäudegröße und Vorinstallation grob zwischen 300 und 900 EUR je Wohneinheit für die Innenverkabelung. Hinzu kommen die Kosten für den Hausanschluss von der Grundstücksgrenze bis ins Gebäude, die je nach Grabenlänge und Bodenverhältnissen zwischen 800 und 2.500 EUR liegen können. Bei mehreren Eigentümern in einer Eigentümergemeinschaft ist ein Beschluss der Eigentümerversammlung für die Beauftragung erforderlich, was den Planungsaufwand erhöht.

Was kostet ein einzelner Glasfaser-Hausanschluss?

Ein vollständiger Glasfaser-Hausanschluss für ein Einfamilienhaus kostet bei privater Beauftragung in der Regel zwischen 800 und 2.500 EUR, kann aber bei ungünstigen Bodenverhältnissen oder langen Grabentrassen auch darüber liegen. Enthalten sein müssen Grabungsarbeiten, Leerrohrmontage, Kabeleinzug, Hauseinführung und Wiederherstellung der Oberfläche. Wird der Anschluss im Rahmen eines Netzausbauprojekts innerhalb der Anmeldefrist beauftragt, übernimmt der Netzbetreiber diese Kosten oft vollständig.

Brauche ich für den Glasfaserausbau eine Baugenehmigung?

Für Grabungsarbeiten auf privatem Grund ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich, wohl aber eine Zustimmung des Grundstückseigentümers und ggf. der Hausverwaltung. Sobald öffentlicher Straßenraum, Gehwege oder kommunale Flächen betroffen sind, muss das ausführende Unternehmen eine Aufgrabegenehmigung bei der zuständigen Straßenbaubehörde einholen. Diese Genehmigung holt üblicherweise der beauftragte Tiefbaubetrieb ein; prüfen Sie im Angebot, ob dieser Aufwand enthalten ist.