Garten- und Landschaftsbau
Betriebe im Garten- und Landschaftsbau planen und gestalten Außenanlagen für private, gewerbliche und öffentliche Auftraggeber. Man beauftragt sie, wenn Gärten neu angelegt, umgestaltet oder dauerhaft gepflegt werden sollen sowie für Wegebau, Bepflanzungen, Rasenflächen und Sportplätze.
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Was macht ein Garten- und Landschaftsbauer?
Garten- und Landschaftsbauunternehmen übernehmen die Planung und Ausführung von Außenanlagen aller Art. Dazu gehören die Anlage von Privatgärten mit Beeten, Rasenflächen, Wegen und Terrassen ebenso wie die Gestaltung von Grünanlagen für Gemeinden, Wohnungsbaugesellschaften und Gewerbebetriebe. Sportstättenbauer innerhalb des Gewerks legen darüber hinaus Fußball-, Tennis- und Leichtathletikanlagen an.
Typische Auftragslagen sind die Neugestaltung eines Gartens nach einem Hausbau, die Sanierung in die Jahre gekommener Außenanlagen, die Pflege von Grünflächen auf Dauer- oder Saisonbasis sowie spezielle Projekte wie Dachbegrünungen, Teichanlagen oder barrierefreie Gartenumbauten. Auch die Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen — also regelmäßige Kontrolle und Schnittmaßnahmen — fällt in diesen Aufgabenbereich.
Von angrenzenden Gewerken grenzt sich der Garten- und Landschaftsbau wie folgt ab: Pflasterarbeiten auf privaten Einfahrten und Höfen werden häufig von Tiefbau- oder Straßenbauunternehmen ausgeführt, können aber auch zum Leistungsumfang eines GaLaBau-Betriebs gehören. Baumpflegearbeiten in großen Höhen, etwa mit Seilklettertechnik oder Hubsteiger, werden oft von spezialisierten Baumpflegern übernommen. Zaunbau und Einfriedungen können sowohl vom GaLaBau-Betrieb als auch vom Metallbauer oder Schlosser ausgeführt werden — hier lohnt es sich, im Angebot genau nachzufragen, wer welchen Teil übernimmt.
Leistungen im Überblick
Garten- und Landschaftsbaubetriebe decken ein breites Spektrum von der Planung bis zur laufenden Pflege ab.
- Gartenplanung und EntwurfDer Betrieb erstellt einen maßstabsgetreuen Lageplan mit Bepflanzungskonzept, Wegeführung und Flächenaufteilung. Grundlage ist eine Bestandsaufnahme vor Ort; die Planung ist häufig kostenpflichtig, wird bei Auftragserteilung aber oft verrechnet.
- Erdarbeiten und GeländemodellierungDazu zählen Abgrabungen, Aufschüttungen, das Einbringen von Oberboden sowie die Herstellung des Planums für Beläge oder Rasenflächen. Bei größeren Projekten werden Bagger und Radlader eingesetzt.
- Wege, Terrassen und PlatzbefestigungenBetriebe verlegen Naturstein-, Beton- und Klinkerbeläge auf gebundener oder ungebundener Unterkonstruktion. Die Wahl des Untergrundaufbaus entscheidet maßgeblich über Langlebigkeit und spätere Frostschäden.
- Bepflanzung und RasenanlageGehölze, Stauden, Hecken und Bodendeckerpflanzungen werden fachgerecht gepflanzt und eingebaut. Rasenflächen entstehen entweder durch Ansaat oder durch Fertigrasen, der sofort begehbar ist.
- Gehölzpflege und BaumfällungSchnittmaßnahmen an Hecken, Sträuchern und Bäumen sowie die komplette Fällung und Entsorgung von Gehölzen gehören zum Standardangebot. Für Fällungen in Städten ist häufig eine Genehmigung der Gemeinde erforderlich.
- Teiche, Bewässerung und BeleuchtungViele Betriebe planen und installieren Gartenteiche, automatische Bewässerungsanlagen und Außenbeleuchtung. Bei Elektroarbeiten arbeiten sie in der Regel mit einem Elektrofachbetrieb zusammen.
- Grünflächenpflege und WartungsverträgeAuf Wunsch übernimmt der Betrieb die regelmäßige Pflege von Außenanlagen im Rahmen eines Jahrespflegevertrags. Leistungsumfang und Besuchsintervalle werden vertraglich festgelegt.
Was kostet ein Garten- und Landschaftsbauer?
Die Abrechnung erfolgt je nach Leistung entweder als Stundenlohn für Pflege- und Kleinarbeiten oder als Einheitspreis pro Fläche, laufendem Meter oder Stück bei klar definierten Baumaßnahmen. Den Preis treiben vor allem Bodenbeschaffenheit, Materialwahl, Anfahrtsstrecke und der Entsorgungsaufwand für Aushub oder Schnittgut.
| Leistung | Richtpreis | Was den Preis bestimmt |
|---|---|---|
| Stundenlohn Gartenpflege / allgemeine Arbeiten | 45-75 EUR/Stunde | Regional sehr unterschiedlich; Süddeutschland und Ballungsräume am oberen Ende |
| Rasenanlage durch Ansaat | 8-18 EUR/m2 | Inkl. Bodenvorbereitung und Saatgut; ohne Oberbodenzufuhr günstiger |
| Fertigrasen verlegen | 18-35 EUR/m2 | Höherer Materialanteil; sofort nutzbar, daher oft bevorzugt |
| Terrasse oder Weg in Betonpflaster | 40-80 EUR/m2 | Naturstein oder großformatige Platten deutlich teurer, bis 150 EUR/m2 |
| Heckenpflanzung | 30-70 EUR/lfd. m | Abhängig von Pflanzenart, -größe und Pflanzabstand |
| Baumfällung (mittelgroßer Baum, Stammdurchmesser 30-50 cm) | 300-900 EUR je Baum | Lage, Zugänglichkeit und Entsorgung bestimmen den Preis erheblich |
Die genannten Spannen sind Orientierungswerte auf Basis üblicher Marktpreise in Deutschland; sie ersetzen keine Angebotseinholung. Preise in Großstädten und Ballungsräumen liegen häufig 15 bis 30 Prozent über den Werten für ländliche Regionen.
Woran Sie einen guten Garten- und Landschaftsbauer erkennen
Nicht jeder Betrieb mit Gartengeräten ist ein ausgebildetes Fachunternehmen — diese Kriterien helfen bei der Auswahl.
- Abgeschlossene Berufsausbildung oder MeistertitelFachbetriebe beschäftigen Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau oder verfügen über einen Meister dieses Berufsbilds. Fragen Sie gezielt nach Qualifikationen und lassen Sie sich Nachweise zeigen.
- Mitgliedschaft im FachverbandEine Verbandsmitgliedschaft, etwa im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), setzt die Einhaltung von Qualitäts- und Tarifstandards voraus. Die Mitgliedschaft lässt sich auf der Website des Verbands überprüfen.
- Detailliertes schriftliches AngebotEin seriöser Betrieb legt vor Auftragserteilung ein schriftliches Angebot mit Einzelpositionen, Materialangaben und Mengen vor. Wer nur Pauschalpreise ohne Aufschlüsselung nennt, erschwert spätere Kontrolle und Vergleiche.
- Referenzen und BesichtigungsmöglichkeitGute Betriebe können vergleichbare Projekte als Referenz benennen, im Idealfall mit der Möglichkeit, diese zu besichtigen oder Referenzkunden zu kontaktieren. Fotos auf der eigenen Website sind ein erster, aber kein ausreichender Beleg.
- Klare Aussagen zu NachunternehmernWenn Teilleistungen wie Elektro- oder Pflasterarbeiten durch Dritte ausgeführt werden, sollte der Betrieb das transparent kommunizieren. Fragen Sie, wer haftbar ist, wenn ein Nachunternehmer Mängel verursacht.
- Gewährleistung und HaftpflichtversicherungAuf Bauleistungen gilt gesetzlich eine Gewährleistungspflicht von fünf Jahren; auf Bepflanzungen sind die Bedingungen individuell. Bestehen Sie auf dem Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung, bevor Sie den Auftrag erteilen.
Angebote richtig vergleichen
Ein vollständiges Angebot im Garten- und Landschaftsbau enthält Einzelpositionen nach Art und Menge der Leistung, verwendete Materialien mit Herkunfts- oder Güteangabe, Einheitspreise sowie Angaben zur voraussichtlichen Ausführungszeit. Fehlen Positionen wie Erdaushub und Abtransport, Folienschichten unter Kies oder Oberbodenzufuhr, werden diese oft als Nachtrag abgerechnet — und verteuern das Projekt erheblich. Achten Sie auch darauf, ob Pflanzenwurzeln oder vorhandene Belege zu entfernen sind und wer die Entsorgungskosten trägt.
Ein sinnvoller Vergleich setzt mindestens drei Angebote verschiedener Betriebe voraus, die alle auf der gleichen Leistungsbeschreibung basieren. Beauftragen Sie ggf. vorab einen unabhängigen Gartenplaner mit der Erstellung eines Leistungsverzeichnisses, das Sie an alle Betriebe gleichlautend schicken. Der günstigste Preis ist kein verlässliches Auswahlkriterium, wenn Leistungsumfang und Materialqualität im Angebot nicht klar definiert sind.
Häufige Fragen
Was kostet eine Gartengestaltung?
Eine vollständige Gartengestaltung für ein Einfamilienhaus kostet je nach Größe und Ausstattung zwischen 5.000 und 30.000 EUR oder mehr. Maßgeblich sind die Grundstücksgröße, die Bodenbeschaffenheit, die Wahl der Beläge und Pflanzen sowie der Aufwand für Erdarbeiten. Eine einfache Neuanlage mit Rasen, Terrasse und Pflanzbeeten liegt für rund 100 m2 Gartenfläche realistisch bei 8.000 bis 15.000 EUR inklusive Material.
Was kostet eine Baumfällung im Garten?
Für das Fällen eines mittelgroßen Baums mit einem Stammdurchmesser von 30 bis 50 cm müssen Sie mit 300 bis 900 EUR rechnen. Ausschlaggebend sind Zugänglichkeit, Nähe zu Gebäuden oder Leitungen und der Entsorgungsaufwand für Holz und Häckselgut. Bei beengten Verhältnissen, bei denen der Baum stückweise abgetragen werden muss, können die Kosten deutlich höher ausfallen. Prüfen Sie vor der Beauftragung, ob Ihre Gemeinde eine Fällgenehmigung verlangt — viele Baumschutzsatzungen gelten auch für Privatgrundstücke.
Was kostet Gartengestaltung in Göppingen?
In Göppingen und der Region Stuttgart gelten ähnliche Preise wie im süddeutschen Durchschnitt, der erfahrungsgemäß etwa 10 bis 20 Prozent über dem bundesweiten Mittelwert liegt. Für Stundenlohnarbeiten sind 55 bis 75 EUR je Stunde üblich; Flächenpreise für Pflaster oder Rasen liegen im gleichen Rahmen wie die bundesweiten Spannen. Für eine belastbare Aussage sollten Sie mindestens drei lokale Betriebe um ein Angebot bitten.
Welche KI eignet sich für die Gartengestaltung?
Es gibt browserbasierte KI-Tools und Apps, die auf Basis von Fotos oder Grundrissen Gartengestaltungsvorschläge erstellen, darunter Anwendungen wie Midjourney, Adobe Firefly oder spezialisierte Gartenplanungs-Apps. Diese Werkzeuge liefern visuelle Inspirationen, ersetzen aber keine Fachplanung mit Mengenermittlung, Bepflanzungsliste und Ausführungsplanung. Für ein konkretes Bauprojekt bleibt das Gespräch mit einem Fachbetrieb notwendig, der Bodenverhältnisse, Bestandssituation und lokale Gegebenheiten einbezieht.
Kann ich Gartengestaltung mit einer KI kostenlos und ohne Anmeldung planen?
Einige KI-basierte Gartenplanungstools bieten eine kostenlose Basisnutzung ohne Registrierung an, zum Beispiel textbasierte Bildgeneratoren oder einfache Grundrisswerkzeuge. Der Funktionsumfang ist bei kostenlosen Varianten jedoch meist eingeschränkt; detaillierte Pflanzenpläne oder Mengenberechnungen erfordern in der Regel ein kostenpflichtiges Abo oder den direkten Kontakt mit einem Fachbetrieb. Nutzen Sie solche Tools zur Ideenfindung und Visualisierung, nicht als Grundlage für eine Kostenkalkulation.
Wann ist ein Angebot im Garten- und Landschaftsbau seriös?
Ein seriöses Angebot enthält eine positionierte Auflistung aller Leistungen mit Mengenangaben und Einheitspreisen, klare Aussagen zu den verwendeten Materialien und eine Angabe zur voraussichtlichen Ausführungszeit. Pauschalangebote ohne Einzelaufstellung sind schwer nachzuprüfen und führen häufig zu Nachtragsstreitigkeiten. Lassen Sie sich das Angebot immer schriftlich aushändigen und vergleichen Sie es mit mindestens zwei weiteren Angeboten auf Basis derselben Leistungsbeschreibung.
Brauche ich eine Genehmigung für Gartenarbeiten auf meinem Grundstück?
Für die meisten Gartenarbeiten wie Pflanzungen, Rasenneuanlagen oder Terrassenbau ist keine behördliche Genehmigung erforderlich. Ausnahmen gelten für Baumfällungen, die unter eine kommunale Baumschutzsatzung fallen, für das Anlegen von Teichen über einer bestimmten Größe sowie für bauliche Veränderungen, die die zulässige Grundflächenzahl des Grundstücks berühren. Fragen Sie vor Projektbeginn beim zuständigen Stadtplanungs- oder Baurechtsamt nach, wenn Sie sich unsicher sind.